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2016 Weihnachtsfeier
 

 

 

Weihnachtsfeier

des Kreisverbandes Reutlingen,

Landsmannschaft der Banater Schwaben

 

Brunhilde Forro
 

Um das Erlebnis der Zusammengehörigkeit zu teilen und miteinander einen schönen Adventsnachmittag zu feiern, hatte der Kreisverband Reutlingen am 15. Dezember zur Weihnachtsfeier nach Mähringen eingeladen. Weihnachtlich geschmückt war die Festhalle, Gäste aus nah und fern waren gekommen.
Vorsitzende Christine Neu begrüßte alle Besucher, alle Banater Schwaben, deren Freunde, den Kreisverband, die Banater Trachtengruppe, die Banater Backakademie und die vielen ehrenamtlichen Helfer.
Begrüßt wurde auch der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes Reutlingen, Herr Michael Koppi mit Gattin und Herr Rainer Sailer, Vorstandsmitglied im Verband der Siebenbürger Sachsen Reutlingen und Metzingen.
In Ihrer Weihnachtsansprache unterstrich Christine Neu die Bedeutung der Advents- und Weihnachtszeit und fügte hinzu, dass eine enge Verknüpfung von volkstümlichen, heidnischen und religiösen Traditionen und Bräuche für diese Zeit charakteristisch sei. Was wäre der Advent ohne Kerzen, ohne Kranz und ohne Plätzchen? Und Weihnachten sei doch weit mehr als nur Konsum und Hektik, Weihnachten ist das Fest der Liebe, das Fest des Friedens und des Innehaltens.
Etwas mehr an Harmonie, Selbsterkenntnis und Einsicht war die Botschaft in „Weihnachtswünsche“ vorgetragen von Astrid Kollmer. Von Carsten Loch erfuhren wir, dass Weihnachten längst Eingang in die neue Medienwelt gefunden habe: der Weihnachtsgruß per Email, das Weihnachtsgeschenk im Internet, pausenlos online der Weihnachtsmann.
Nach seinem Vortrag des Gedichtes „Weihnachten“ von Freiherr Joseph von Eichendorff plädierte Michael Koppi für ein besonderes Weihnachtsgeschenk, nämlich Zeit für die Familie, Zeit für Freunde, Zeit für sich selbst.
Dass Licht, Sterne und Kerzen zu einer besinnlichen Weihnachtszeit gehören, offenbarte die Weihnachtsgeschichte, vorgelesen von Brunhilde Forro.
Lars Wolf und Ralf Raab trugen Advents- und Weihnachtsgedichte vor.
Nicht lang währte die Freude bei den Kindern als der Weihnachtsmann im Saal auftauchte. Denn unser Weihnachtsmann ging einer Kontrolle in Netz, wurde verhaftet und angeklagt. Aber das Plädoyer seines Verteidigers und die Wünsche der Kinder überzeugten den Richter und so konnte der Weihnachtsmann umgehend und ungehindert wieder seines Amts walten. Inszeniert wurde „Der verhaftete Weihnachtsmann“ von der Theatergruppe Reutlingen. Der Weihnachtsmann: Ossi Wolf, Staatsanwältin: Astrid Kollmer Richter: Carsten Loch, Verteidiger: Michael Huschitt.
Vorsitzende Christine Neu bedankte sich bei allen Anwesenden für das ehrenamtliche Engagement, die tatkräftige Unterstützung und die unzähligen im Verband geleisteten Arbeitsstunden. Sie bekundete das Interesse des Kreisverbandes die finanziellen Mittel in gezielte Vorhaben, wie gemeinsame Veranstaltungen, Traditions- und Brauchtumspflege, Anschaffung von technischen Geräten, Trachten oder Vereins-T-shirts zu investieren.
Ein ganz herzliches Dankeschön ging an den Vorstand des Kreisverbandes, an die stellvertr. Vorsitzenden Mathias Possler, Dr. Fred Zawadzki, Dr. Radu Thuma, Dr. Michael Filipp und Johann Pless.

Als kleine Belohnung wurden auf der Bühne Weihnachtssterne und Rebensaft in Flaschen verteilt:
 
  • an die Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen mit den Tanzleiter Manfred Klotzbier und Monica Buchmann,
  • an die Banater Backakademie unter der Leitung von Susanna Messmer und ihrem
    Backteam: Anna Possler, Adelheid Schuller, Hedi Pless, Eveline Wolf, Annemarie Michels, Rose Messmer,
  • an die Banater Theatergruppe, Michael Huschitt und Oswald Wolf,
  • an die Bastelgruppe: Eveline Wolf und Gerda Antretter,
  • an die Banater Knippser: Christine und Robert Raab mit Brunhilde und Johann Forro sowie Ralf Klotzbier,
  • an die Dekorationsgruppe Monica Buchmann und Hedi Wagner und
  • an den Einkaufsmanager Erich Buchmann.
  • an Rosi Petla für ihren unermüdlichen Einsatz im Kreisverband
Alle zusammen sangen wir „Stille Nacht, heilige Nacht“, instrumental begleitet von Ewald Neu und Johann Petre.
Gastronomische Spezialitäten vertrieben den kleinen oder großen Hunger. Im Angebot Banater Broodworscht mit Sauerkraut und Schnitzel mit Kartoffelsalat. Leckere Kuchen, mit Früchten oder Schokolade und Cremeschnitte und Kaffee gab es an der Kuchentheke. An dieser Stelle ein besonderer Dank für die vielen Kuchenspenden. Gut besucht war auch unsere Getränkebar.
Und weiter ging es im Programm mit „Rückblick 2012“, eine Ton- und Bildpräsentation, erstellt von Brunhilde Forro, moderiert von Christine Neu. Die Vorsitzende des Kreisverbandes Reutlingen ist überzeugt, dass wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Sie betonte auch, dass die Zusammenführung und der Zusammenhalt aller Banater Schwaben in und um Reutlingen ein wichtiges Anliegen unseres Kreisverbandes sei. Und der beste Beweis seien die vielen in der Präsentation dargestellten Aktivitäten und Themenveranstaltungen. Ein voller Terminkalender begleitete uns durch das Jahr 2012, darunter auch die Jubiläumsveranstaltungen „60 Jahre Baden-Württemberg“ und „60 Jahre Bund der Vertriebenen - Vereinigte Landsmannschaften, Landesverband Baden-Württemberg“.
Das größte Fest des Jahres ist und bleibt die Banater Kirchweih in Betzingen.
Bei verschiedenen Anlässen präsentieren die Mitglieder unserer Trachtengruppe mit Freude und Stolz die Fest- und Alltagstrachten des Banats aber auch die Landhaustracht oder das fesche Dirndl.
Wir blicken zurück auf einen beachtenswerten Start von zwei Premieren: das 1. Oktoberfest mit Dirndlparade und die Teilnahme der Banater Jugend auf dem Weihnachtsmarkt in Betzingen. Der Verkaufserlös geht an die Banater Jugend Reutlingen für Vereinsjugendarbeit.
Die Jugendarbeit nehme einen hohen Stellenwert ein, waren die Worte der Vorsitzenden. In diesem Zusammenhang sei es wichtig unserer Jugend die Geschichte und Brauchtum unseres Volkstammes weiterzugeben, das Interesse unserer Mitmenschen wachzuhalten und damit Freunde gewinnen, um weiterhin „Banater Schwaben im Herzen“ zu bleiben.
Große Trauer und Betroffenheit habe der Tod unseres Verbandsmitgliedes Hans Gylion ausgelöst. Wir haben ihn auf seinem letzten Weg begleitet und den Angehörigen unser Mitgefühl und Anteilnahme ausgesprochen.
Ab 20:00 Uhr spielte die Band Duo Riff zum Tanz auf und bald schon stellte sich Feierlaune ein.
Mit bekannten Weihnachtsliedern im Repertoire sorgte der Auftritt der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen für einen gelungenen Überraschungsmoment.
Im Foyer lief die Präsentation von Brunhilde Forro mit dem Titel „Vor 100 Jahren – Bilder erzählen von damals und heute“ - übergreifend und überleitend. Weltweite politische Unruhen, Streiks, ein Netzwerk von Bündnissen gegen das Osmanische Reich, der Erste Balkankrieg, die Reichstagswahl, die Frauenbewegung und das Frauenwahlrecht sowie die Telegraphie prägten das Jahr 1912. Damals war die dichtende Königin Elisabeth von Rumänien Schirmherrin des Internationalen Lyceum Clubs in Berlin - ein Frauennetzwerk.
An seine Schulzeit und an die Aussage seiner Lehrer „die Gedichte von Carmen Sylva gehören zur Weltliteratur“ konnte sich Michael Wolf noch gut erinnern. Die Bedeutung ihres literarischen Werkes wird heute etwas kontrovers diskutiert.
Auch von den vielen Betonpfeilern, auf welchen die Kathedrale in Temeswar ruht, erzählte Michael Wolf.

Abschließend wünschte Vorsitzende Christine Neu allen die beste Gesundheit, eine besinnliche Weihnachtszeit und weiterhin eine gute Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam sind wir auf einem guten Weg.

 


 

Weihnachtsmarkt in Betzingen.

 

Durch die stetigen Bemühungen des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben, mit allen Vereinen in Reutlingen und Umgebung gute Kontakte zu pflegen, wurde uns zum ersten mal die Teilnahme an einem Weihnachtsmarkt genehmigt, der von dem Betzinger Vereinskartell organisiert wurde.
Spontan kam die Idee, der Banater Jugend in Reutlingen die Verantwortung zu übergeben, um Interesse zu zeigen und Präsentation unserer Volksgruppe zu üben, aber auch zu erfahren, daß Erfolg kein Selbstläufer ist, sondern dafür Einsatz und Ausdauer gefordert wird.
Mit Begeisterung und Tatendrang haben sich die Jugendlichen beim Aufbau der Weihnachtshäuschen an der Mauritius-Kirche eingebracht, aber auch beim Schmücken und Dekorieren des eigenen Verkaufsstandes. Am 1. Dezember war es nun soweit, Bezirksbürgermeister von Betzingen, Herr Thomas Keck eröffnete mit einer Begrüßung und einer Ansprache seitens des Betzinger Vereinskartells den Betzinger Weihnachtsmarkt 2012.
Die Banater Jugendlichen: Astrid Kollmer, Kathrin Neu, Raffael Wagner, Tobias Huschitt und Karsten Loch hatten viel Spaß dabei unsere Banater Spezialitäten kundenfreundlich anzubieten. Weihnachtsplätzchen, traditioneller Mohn-und Nussstrudel sowie Banater Bratwürste und Glühwein fanden guten Absatz. Die Banater Bratwurst von Mathias Possler wurde mehrfach gelobt und die Banater Backakademie ist wohl auch in Betzingen schon bekannt. Auch an die Spender der vielen Päckchen an Weihnachtsplätzchen sei ein Dank ausgesprochen.
Der Betzinger Weihnachtsmarkt war ein Erfolg, aber auch eine gute Erfahrung für die Jugendlichen.
Der Erlös geht an die Banater Jugend aus Reutlingen und wird zur Unterstützung der Vereinsarbeit genutzt.
Danke an die Besucher unseres Verkaufsstandes und an unsere Landsleute, die uns stets unterstützen.

 


 

Adventsbasteln in Reutlingen

Zum traditionellen Adventsbasteln lud der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben am 24. November 2012 um 14:00 in den Gemeindesaal der St. Elisabethkirche in Sondelfingen ein.

Grüngut wurde seitens des stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Radu Thuma gestellt, der sich schon jahrelang als treuer Spender erwies. Mitzubringen sind gute Laune, Freude am Basteln, Kreativität, eigenes Dekorationsmaterial und Bastelutensilien, hieß es in der Einladung.
Wie jedes Jahr kümmerten sich die Organisatorinnen Eveline Wolf und Gerda Antretter um die Details und brachten wieder tolle Bastelideen mit, die uns in Erstaunen versetzen.
Wir wurden in gemütlicher Atmosphäre mit den schönen Beiträgen von Frau Margaretha Mayer, Lehrerin i.R. und den vielen Geschenken, die sie uns mitgebracht hat an die besonderen Eigenheiten der Banater Schwaben erinnert. Es sind Geschenke an den Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben. Von Frau Eva Kutil aus Bentschek stammend brachte sie uns ein Wickelkissen mit, die dazu angefertigten Häubchen für das Wickelkind wurden von Annemarie Glatt genäht und von Herrn Hans-Otto Kutil brachte sie uns ein Spielzeug aus vergangener Zeit; ein aus Maisstengel gefertigtes Steckenpferd und von Frau Katharina Kühn aus Wannweil ein Ofentuch und Fleißbilder. Einen herzlichen Dank an die Spender für die vielen vorweihnachtlichen Geschenke. Dr Radu Thuma in seiner Funktion als Diakon segnete unsere fertigen Türkränze, Adventskränze und die vielen Bastelarbeiten.
Da der Bastelnachmittag an Kathrein abgehalten wurde gedachte man den Namensträgerinnen Katharina Wolf und Katharina Habel mit einer Blume. Dank der reichlichen Spenden der fleißigen Banater Bäckerinnen war auch diesmal für das leibliche Wohl der Bastelgruppe gesorgt. Zum Schluss bestaunten die Teilnehmer das Ergebnis ihrer floristischen und malerischen Fertigkeiten und nach dem netten Bastelnachmittag war bestimmt jeder der 23 Teilnehmer weihnachtlich eingestimmt.
Solche vorweihnachtlichen Begegnungen sind nur möglich
durch die Bereitschaft Gemeinsamkeit zu pflegen und zu genießen. Das Schönste daran, es fanden sich wieder drei Generationen zusammen, die voneinander lernen und miteinander vieles möglich machen, ein neues Miteinander der Wertschöpfung nach dem Motto: „Betrachte und widme Dich einem jüngeren oder älteren Menschen jeweils so wie Du Dich in Deiner eigenen Zukunft im besten Falle behandelt und geachtet wissen willst."

 


 

 04.11.2012 Herbstfest

" Die Molerei "

 

 

 

 

  

  

 

 

 

  

  

  

 


27.10.2012 Oktoberfest in Reutlingen

mit Dirndl Parade

 

 

  

  

  

 

 

  

  

 

 Ein toller Bericht in der Reutlinger Tageszeitung:

Donauschwaben feiern ihr erstes Oktoberfest

Von Angela Hammer


REUTLINGEN-ROMMELSBACH. »Wir feiern gern und viel«, umschrieb Matthias Possler von der Landsmannschaft eine Eigenschaft der Banater Schwaben. Diesmal hatte der Kreisverband Reutlingen zum ersten Reutlinger Oktoberfest in die Wittumhalle nach Rommelsbach eingeladen.

Bis aus dem Kreis Böblingen, von der Alb herunter und aus Singen kamen die Gäste - trotz des Wintereinbruchs.

Zünftige Donauschwaben: Stolz und gut gelaunt präsentierten die 35 Paare der Parade zur Polka ihre feschen und farbenfrohen Dirndl und Lederhosen.

Stolz und gut gelaunt präsentierten die 35 Paare der Parade zur Polka ihre feschen und farbenfrohen Dirndl und Lederhosen.

FOTO: Angela Hammer

 

Pünktlich um acht Uhr spielte die Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen zum Tanz auf. Und die Festgäste ließen sich nicht lange bitten. Die Tanzgruppen waren unten noch am Proben, da herrschte im Saal schon gute Laune. Die meisten fühlten sich in Tracht sichtlich wohl. »Ich würde gern in Bayern leben«, seufzte Hannelore Staffend aus Kirchentellinsfurt, »da könnte man im Dirndl zum Bäcker und zum Metzger gehen.« Und niemand würde es altmodisch finden - wie bis vor Kurzem ihre Tochter Verena, beim Fest aber mit zwölf Jahren sicher eine der jüngsten hübschen Dirndlträgerinnen.

Farbenfrohes Bild

Und die beherrschten farbenfroh das Bild in der Halle: zwischen sechs langen blau-weiß gedeckten Tischen, Lederhosen, bunten Karohemden und Wollkniestrümpfen bewegten sich anmutig die Gwandl, eins schöner als das andere. Und in allen Längen und Farben: Schwarz und Weiß, gern mit Leinen, viel Rot und Pink, aber auch Türkis, Lila, Orange und Grün - klassische Landhausmode und schräge Volksfest-Outfits, bis zum Jeans-Mini mit Karoblüschen und Wildlederstiefeln, aber stets mit schönem Schmuck.

Nur kurz unterbrach Christine Neu die Feierlaune, selbst in edlem Weinrot und Maigrün, das blonde Haar zum Zopfkranz aufgesteckt. Sie begrüßte die Gäste und übergab an Karsten Loch: »Die Jugend führt heute durchs Programm«. Zuvor erinnerte die Vereinsvorsitzende jedoch an den kürzlich verstorbenen Johann Gylion, langjähriges aktives Mitglied, »Kumpel und guter Freund«, und bat um eine Schweigeminute. Aber: »Der Hans würde es uns nicht übel nehmen, dass wir heute feiern«.

Und umgehend zeigten 35 Paare stolz ihre Trachtenpracht bei der Saalparade, Seppl-Polka und Walzer - der Publikumsjury fiel die Wahl sicher nicht leicht. Wie bei Miss-Wahlen gab's eine Schärpe und Ketten für die Damen: für Hilde Haust, mit grün-schwarzem Outfit zur Dirndl-Königin gekürt, für Astrid Kollmers schönste Frisur und für Martina Buchmann mit dem schönsten Dekolleté. Um die Männer auch zu würdigen, wurden die »strammsten Waden« prämiert - die Auszeichnung ging an Karsten Loch.

Am späteren Abend kredenzte die Banater Backstube unter Leitung von Susanna Messmer Mohn- und Nussstrudel, Savarine und andere Banater Köstlichkeiten. Und für die Tänzer übernahm die Dynamic Band die Bühne. (GEA)

 


Heimatsachen

Donauschwäbische Grüße zum baden-württembergischen Geburtstag

 

Im Jahr 2012 feiert Baden Württemberg Geburtstag. Es ist ein runder Geburtstag, unser Land wird 60 Jahre alt.

Bis heute ist es das einzige Land das durch eine Volksabstimmung entstanden ist.

 

Die Donauschwaben haben wie alle Heimatvertriebenen und Aussiedler einen erheblichen Beitrag zur Entstehung und zum Aufbau des jungen Südweststaates geleistet. Baden Württemberg hat daher bereits im Jahr 1954 die Patenschaft über die Donauschwaben übernommen. Im Jahr 1998 folgte die Patenschaft über die Banater Schwaben.

 

 Anlässlich der beiden Jubiläen ist die Idee zu einem ganz besonderen Projekt entstanden.

Das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen, das Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen und das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm haben dabei Wissenschaft und Lehre sowie museales Erleben für eine breite Öffentlichkeit vereint.

 

Die vielen Heimatsortsgemeinschaften und Vereine aus den Herkunftsgebieten, die sich an diesem Projekt beteiligt haben, sind ein neuerlicher Beweis für die enge und lebendige Beziehung zwischen Baden-Württemberg und den Donauschwaben.

 

 

An der Eröffnungsfeier am 18. Oktober 2012 im Roxy-Ulm und anschliessender Besichtigung der Geschenke im DZM-Ulm, beteiligte sich auch der KV Reutlingen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

11. Oktober 2012 - Mundartvorträge aller Landsmannschaften in Reutlingen

 

„Schwäbisch-Ost-Südostdeutscher Mundart–Nachmittag“

 

                                                       Von Christine Neu

 

An einem sonnigen Herbstnachmittag, dem 11. Oktober 2012 empfing uns der Kreisvorsitzende des BdV, Herr Jürgen Knorrn in dem evangelischen Gemeindehaus in Orschel-Hagen.

Herr Knorrn lud zu einem schwäbischen Mundart Nachmittag zu dem zahlreiche Gäste der verschiedenen Landsmannschaften aus Reutlingen eintrafen, dabei auch einige Mitglieder des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben, die dieser Einladung folgten.

Anna Possler, Eveline Wolf, Adelheid Schuller, Rosemarie Messmer von der Banater Backakademie Reutlingen übernahm die Bewirtung der Gäste, aber auch die Gestaltung und Dekoration des herbstlich geschmückten Saales.

Nachdem Herr Knorrn die Anwesenden begrüsste, stellte er den Begründer und Vorsitzenden der Mundart-Gesellschaft Württemberg e.V. Reutlingen, Herr Wilhelm König vor der seit 33 Jahren ständiger Gast der schlesischen Ortsgruppe ist.Herr König erzählte aus seiner Kindheit und so manche Geschichte aus seinem Geburtsort Dettingen/Erms, z.B. den „Kischa“(Kirschen) in denen ist ja schon ein Kern, da braucht’s das „r“ nicht mehr.

Frau Gitte Müller begleitete mit der Gittare musikalisch den Nachmittag und sang Lieder aus dem Ermstal sowie aus dem täglichen Leben.

Auch die Banater Schwaben aus Reutlingen trugen einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Nachmittags bei.

In Banater Dialekt trug der stellvertretende Vorsitzende des KV Reutlingen, Mathias Possler das Gedicht eines unbekannten Verfassers vor:“ Heit Nacht war ich im Troom wieder emol drhom“ vor. Ewald Neu rezitierte „ Sonntachs“ von Catherine Grosskopf und „Das Gewitter“ von Maria Ebner. Früher im Banat, kam zweimal in der Woche der Trommelmann, um die Neuigkeiten zu verkünden, was heut unvorstellbar wär. Michael Koppi, Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes der Banater Schwaben trug das Gedicht „Der Trommelmann“ von Johann Katzenmayer vor.

Im Gegenzug zu der schwäbischen Mundart, die auch erklärungsbedürftig war, wurde die Banater Mundart von allen gut verstanden und die Gedichte wurden mit viel Applaus.gewürdigt.

Es fogten noch Mundartbeispiele aus dem Altvatergebirge in Sudete-Schlesien, aus de Ostpreußen sowie aus Nieder- und Oberschlesien, dem Gebirge, dem Glatzer Land, der Oberlausitz und dem Neiderland.

Es war ein sehr emotioneller Nachmittag mit vielen Landsmannschaften die nicht nur aus Erinnerungen leben, sondern sich verpflichtet fühlen Sprache, Sitten und Bräuche weiterhin zu pflegen.

 

 

Der Trommelmann

 

von Johann Katzenmayer

 

Wer denkt von de Sacklaser heit noch dran,

an de gude, alte Trommelmann?

Der hat sich an so manchem Taach

Mit der Trommel uf de Wech gemach,

for de Leit ze saan, was es Neies geft

Er hot alles ufg'schrieb', des wor jo sei’ G’schäft.

 

Dorch's ganze Dorf is’r so g'gang‘

wann’r am Eck wor, hat’r ze trommle ang'fang'.

Die Leit han sich schon ausgekennt,

e jeder is uf die Gass'  'nausgerennt

for horche, was es Neies geft

un d’r Trommelmann hat vorgelest aus sei’m Heft.

 

Wie er fertig wor mit seiner Litanei

Hat er sich z’ samm gephackt un is no glei

weiderg' gang',  er hat sich gtummelt

un is in der anner Gass' hat' r noo aa getrommelt.

so han im ganze Dorf die Leit

gewißt e jedi Neiichkeit.

 

In der heidiche Zeit, doo geft’s ke Trommelmann.

Heit dreht mer de Fernsehplutzer an

was in der ganze Welt passiert.

Ob des e Fortschritt is? Ich kann' s net saan.

Ich selwer glaawe net do dran.

 

Schon mit de Kinner is es e G' frett:

's Een-mol-ens kenne se net,

awer si wisse, wie’s ausschaut in eener Bar,

sie kenne e jeder Kommisar

un vun lauder Krimi schaue

krien se schon ganz viereckiche Aue!

 

Un selwer sitzt mer aa do dran

Un schaut sich die ganze Dummheide an:

Von Mord un Totschlaach tun se berichte,

von Terrorismus un lauder so G’ schichte

un vun de Russe ihrem Trauerg’ spil

in ihrer Stromfawrik Tschernobyl.

 

Wann mer alles heert un sit,

is es ke Wunner, wann mer Kopfweh krit

un manichmols kommt’ s mer so vor,

s wär besser, wie’s frieher in Sacklas wor:

Wann d’r Trommelmann komme tät zwaamol in d’ r Wuch,

meh breicht mer net wisse, des wär‘ genuch!

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6. Oktober 2012-Volkstanzfestival der Trachten-und Tanzgruppen der Banater  Schwaben/Landesverband

Baden-Württemberg

Über 200 Trachtenträger ziehen durch die Stadt

Volkstanzfestival der Banater Schwaben aus Baden-Württemberg – Farbenprächtiges Bild rund ums Rathaus Spaichingen. Zu einer großen Schau von bunten und farbenfrohen Trachten der Banater Schwaben aus ganz Baden-Württemberg mit Gästen der „Siebenbürger Sachsen“ wurde das jährliche Volkstanzfestival, das dieses Jahr in Spaichingen ausgetragen wurde. Nicht nur die traditionellen Sonntagstrachten, die am höchsten Feiertag im Banat der Kirchweih getragen wurden, konnte man bestaunen. Auch Träger mit ganz normalen Arbeitstrachten hatten sich unter die „Noblen“ gemischt. Diese konnten wenigstens überall hin sitzen, während die Frauen mit zum Teil bis zu sieben gestärkten Unterröcken ein bisschen Schwierigkeiten hatten.

 

 Die Schau begann mit einem Umzug von über 200 Trachtenträgern in der Stadtmitte und rund um das Rathaus. Musikalisch wurde sie vom „Original Banater Echo“ begleitet. Auf dem Postplatz versammelten sich die Trachtenträger zu den gemeinsamen Tänzen „Kathiländler“ und „Veilchenblaue Augen“. Eine Abordnung der 14 teilnehmenden Gruppen wurde vom Schirmherrn Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher empfangen. In seiner Begrüßung unterstrich er, dass die Anwesenheit der Banater Schwaben, die in Spaichingen und Umgebung eine zweite Heimat fanden viel zur wirtschaftlichen Stabilität beitrug und die kulturelle Vielfalt bereichert hätten. Gleiche Worte benützte der Vorsitzende des Landesverbands Josef Prunkl mit dem Zitat von Jean Jaunes „Tradition, heißt nicht Asche zu bewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten“. Denn wer die Tracht trägt, pflegt die Kultur und leistet damit ein Bekenntnis zur Heimat. Tracht spreche die Sprache einer über Jahrhunderte gewachsenen Kultur und ist Teil unseres Lebens, war aus dem Mund Prunkls zu hören.

 

Nach dem Einzug des Festumzuges in die vollbesetzte Stadthalle, bot sich dort ein farbenprächtiges Bild von Trachten aus Billed, Großjetscha, Wetschehausen, Segentau, Sackelhausen, Kowatschi und Darowa. Mit Musik und Tänze wurden hier die Schätze und Tradition vom Banat offen gezeigt. Mit den „Dorfschwaben Musikanten Darowa“ und dem „Original Banater Echo“ waren für die Traditionskundgebung gleich zwei Musikkapellen engagiert worden. Der Vorsitzende des Kreisverbands Tuttlingen-Rottweil Richard Wagner freute sich neben Bürgermeister Schuhmacher, Landtagspräsident und MdL Guido Wolf, Franz Schuhmacher die Trachtenbeauftragte Theresia Teichert und besonders viele junge Gäste aus nah und fern begrüßen zu können.

 

In seinem Grußwort hob Bürgermeister Schuhmacher besonders den volkswirtschaftlichen Gewinn durch die Integration der Banater Schwaben in Spaichingen und Umgebung hervor. „Behalten sie diese Tradition bei und pflegen das ererbte Brauchtum noch möglichst lange“ rief der Schirmherr den Banater Schwaben zu. Für diese anerkennende Worte überreichte der Bundesvorsitzende der Landmannschaft Josef Koch ein „Original Banater Leible mit Silberknöpfen“ an Hans-Georg Schuhmacher. Ehrengast Landtagspräsident Guido Wolf brachte als kleine Referenz ein Gedicht mit „Welches Glück, dass wir die Banater haben“ .

 

Bevor die verschiedenen Kinder-, Jugend- und Erwachsenen Tanzgruppen einen Einblick in den kulturellen Reichtum des Banats mit thematischen Tänzen gaben, wurde das Ehepaar Winze von der Trachtenbeauftragten und dem Kreisvorsitzenden Wagner für die 20jährige Betreuung der Spaichinger Tanzgruppe geehrt. Patrick und Melanie vom Kreisverband moderierten die Aufführungen in charmanter Weise und rückten bei der Vorstellung die einzelnen Gruppen ins rechte Licht.

(Erschienen: 07.10.2012 17:55)

 

  

Fotos vom Landestrachtenfest in Spaichingen-6. Oktober 2012

 

 .. .noch kurz mal proben vor dem großen Auftritt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Spaichingen: Hans-Georg Schuhmacher

Empfang im Rathaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 23.09.2012 Banater Kirchweih in Aidlingen

 nach Sanktannaer Art 

bei der Firma Ott - Karosserie- und Lackierzentrum

  

 

  

Der Wein vom Vorjahr wurde ausgegraben. . . . . .die Kirchweih kann beginnen ! 

 

 

  

  

  

   

 

  

 

  

  

  

 

 Die Kirchweih wird mit einer Flasche Wein bis nächstes Jahr "begraben"

 

 

 

 

 


16.September 2012

 

 

16. September: Jubiläumsveranstaltung

            “60 Jahre Bund der Vertriebenen” mit BdV-Präsidentin Erika Steinbach und

dem baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall;

                        “60 Jahre Land Baden-Württemberg” – Landesjubiläum Baden-Württemberg 2012

unter dem Motto 

 

 

Wir waren dabei:

Der Landesverband Baden Württemberg, Landsmannschaft der Banater Schwaben mit dem

Vorsitzenden: Josef Prunkl

Geschäftsführer: Georg Mojem

Schriftführer: Hans Vastag

Stellvertretender Vorsitzender: Michael Koppi

Stellvertretende Vorsitzende: Theresia Christine Neu

 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben:

Vorsitzende: Theresia Christine Neu

Stellvertretender Vorsitzender: Mathias Possler

Ehrenvorsitzender: Michael Koppi

 

Die Banater Backakademie Reutlingen:

Anna Possler

Leiterin: Susanna Messmer

 

Die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen

Leitung: Johann Frühwald

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

  

 

  

  

 

 

  


 

01.09.2012 Helferfest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Banater Kirchweih nach Sanktannaer Art in Reutlingen/Betzingen

                                                                                                                                                                             Von Christine Neu

 Die Kirchweih, das größte Fest im Jahreskreis der Banater Schwaben, lässt auch in Reutlingen nicht nur die Vorfreude des Feierns steigen, sondern hat auch das Lampen-fieber um organisatorische Details zu Tage gebracht. Die Vorarbeit , die man schon Monate zuvor nach und nach geleistet hatte, zeigt nun die ersten Erfolge des mit langem Atem geplanten Festes.

Freitag, den 6. Juli ist es nun soweit. Die ersten Helfer sind angekommen, die vollzählige Trachtengruppe der Banater Schwaben: Hangst, Dukarm, Klotzbier, Buchmann, Antretter, Wolf, Huschitt, Reiter, Zimmermann, Neu und Habel, der stellvertretende Vorsitzende Mathias Possler, der Malerunternehmer Jürgen Possler, Nikolaus Pannert, Josef Rosner, Lothar Rosner, Franz Loch, Hans Teuber, Robert Raab, Hans Forro und Hans Pless sind tatkräftig dabei die Festzelte planmäßig aufzustellen. Mit Lobesworten ist die Jugend zu erwähnen, die mit Kraft und Spaß an der Arbeit, richtig Schwung ins Arbeiten brachte. Rafael Wagner, Karsten Loch, Tobias Huschitt, Thomas Klotzbier waren bis zum Schluss eifrige und verlässliche Helfer. Der Familie Possler gilt auf diesem Wege unseren besonderen Dank für den Einsatz.

Die Sanktannaer Landsleute Theresia Reiter mit Mutter Regina Müller waren in dieser Zeit mit dem Schmücken der Kirche beschäftigt und Monica Buchmann und Eveline Wolf halfen fleißig mit. Michael Reiter und Richard Zimmermann schmückten den Kirchweihbaum auf dem Festplatz und so waren fast alle Vorbereitungsaufgaben verteilt. Tatkräftige Hände die Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit bewiesen, ließen in kurzer Zeit den Parkplatz zu einem Festplatz erglänzen.

Die Frauen der Trachtengruppe, Dana Dukarm, Hilde Hangst, Katharina Zimmermann, Eveline Wolf, Hilde Klotzbier, Gerda Antretter sorgten für die Stärkung der freiwilligen Helfer mit riesigen Tabletts Sandwiches.

Am Abend kamen unsere ersten Kirchweihgäste an: die Donauschwaben aus Entre Rios-Brasilien. Beim herzlichen Empfang mit kleinen Häppchen und Getränke, wurden die Gastfamilien vorgestellt und die Zuteilung vorgenommen.

Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an alle Gastfamilien aus Reutlingen, die unsere 60 Gäste aus Brasilien und aus dem Banat aufgenommen haben. Der Dank geht an Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, an: Fam. Raab, Fam. Richter, Fam. Recktenwald, Fam. Koppi, Fam. Thuma, Fam. Filipp, Fam. Antretter, Fam. Loch, Paul Tepfenhardt, Fam. Renoth, Fam. Pless, Fam. Possler, Fam. Kassner, Fam. Forro, Fam. Lux, Fam. Neu, Fam. Britt, Fam. Ebner, Fam. Meininger, Fam. Steingasser, Fam. Brenner, Fam. Schuster und Fam. Schorsten.

Unser Festplatz wurde bis zur Feier von unseren wachsamen Erich Buchmann und Peter Habel bewacht.

Nun ist es soweit, der 7. Juli 2012 steht erwartungsvoll da. Die Blicke zum Himmel gewandt, unsicher über die Wetterlage, erwartete man schon um 8:00Uhr morgens die nächsten Kirchweihgäste, die bulgarische Folkoregruppe aus Altbeschenowa-Rumänien, die den Gastfamilien zugeteilt wurden . Sie hatten eine lange Busfahrt hinter sich und nun durften sie sich bei den Gastfamilien paar Stunden erholen. Auch die Banater Küche aus Aidlingen hatte in den frühen Morgenstunden schon den Gulaschkessel angeheizt, denn zum Mittagessen erwartete man die ersten Gäste. So langsam füllten sich die Verpflegungszelte mit fleißigen ehrenamtlichen Helfern.

Um 13:30 waren alle Trachtenträger soweit, mit dem 1. Geldherrenpaar Sybille Bissinger und Ralph Reiter, gefolgt vom 2. Geldherrenpaar Theresia und Michael Reiter in Sanktannaer Tracht: Maria und Valentin Müller, Katharina und Walter Bissinger und alle anderen Trachtenpaare , in schnellen Schritten sich auf den Weg zur Kirche zu begeben. Man glaubte fast, die Wolken hätten den Kampf gewonnen und einige Regentropfen machten sich bemerkbar.

Man traf sich im Kirchhof der Mauritius-Kirche Betzingen. Die Zeit bot Gelegenheit zum Bestaunen, Präsentieren, Beobachten und so manches nettes Gespräch konnte man noch unter den Klängen der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen heraushören.

Unser Heimatpfarrer Peter Zillich aus Kleinbetschkerek-Banat, bekannt als Pfarrer mit dem Akkordeon, begrüßte die Kirchweihpaare vor der Kirche und bat alle Anwesenden zum feierlichen Einzug ins Gotteshaus um gemeinsam den Kirchweihgottesdienst zur 3. Banater Kirchweih nach Sanktannaer Art zu feiern.

Der Einzug wurde von der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen, unter Leitung von Johann Frühwald begleitet.

Frau Christine Neu, Vorsitzende des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben begrüßte die Anwesenden mit folgenden Worten:

„Glaube, Hoffnung und Liebe haben uns Banater Schwaben stets begleitet, auch in der Fremde, die uns zur neuen Heimat wurde.

Es heißt: Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter,

Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer,

Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.

Was wir in uns mitgebracht haben, ist der Drang unsere Traditionen und Brauchtum weiter zu führen. Und das nicht um ihrer selbst willen, sondern wegen ihres verborgenen Kerns, ihrer Botschaft, Tradition weiterleben zu lassen.

Wer keine Tradition hat, hat auch keine Zukunft. Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wohin er will. Unser Banater Kirchweihfest beginnt traditionell mit einem Gottesdienst und dazu begrüß ich sie im Namen unseres Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben und bedanke mich bei unserem Heimatpfarrer Peter Zillich für das zelebrieren des Kirchweihgottesdienstes.“

Den Gottesdienstplan zur deutschen Messe von Franz Schubert, erstellte Frau Gisela Filipp, die auch aus der Lesung las. Erika Millich sprach die Fürbitten: „ Wir beten für die Menschen, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ihre Heimat verlassen; für die Banater Schwaben, die heute ihr Kirchweihfest feiern; für die Jugendlichen, die in diesen Tagen ihre Schulzeit beenden; für Pfarrer Zillich, der heute sein 28. Priesterjubiläum feiert . Pfarrer peter Zillich zellebrierte den Gottesdienst und Mitgestalter des Gottesdienstes war Diakon Dr. Radu Thuma. Auf der Orgel begleitete Frau Dagmar Tumele. Traditionell zur Kommunion sang man das Sanktannaer Marienlied: „Sanktanna voll der Gnaden“

Der erste Geldherr, Ralph Reiter trug den Kirchweihspruch vor, verfasst von Anton Bleiziffer, Kulturreferent der Heimatortsgemeinde Sanktanna.

Anschließend wurden alle drei Kirchweihsträuße gesegnet. Der kleine Strauß wurde Pfarrer Peter Zillich geschenkt, der Zweite wird auf dem Festplatz verlost und der große Strauß versteigert. Gesegnet wurden alle Kirchengänger, mit dem Wunsch zu einem frohen Kirchweihfest: „Feiert scheen!“

Im Hofe der Kirche stellte man sich zu einem Gruppenfoto auf und merkte schnell wie schwierig es ist mehr als 160 Trachtenträger auf ein Foto zu bekommen.

Beim Einschlag des Marsches begann der Kirchweihfestzug sich langsam in Bewegung zu setzen und erst jetzt war die endlose Reihe der bunten Trachtenträger ersichtlich. Der Aufmarsch wurde von Hans Teuber mit dem Sanktannaer Wappen  und Christine Neu, Kreisvorsitzende der Banater Schwaben aus Reutlingen angeführt.

Es wurden den Betzinger und allen Besuchern aus Nah und Fern ein wunderbares, frohes, prachtvolles Bild mit verschiedenen Trachten geboten.

Für alle Bewunderer, ergab dieser großartige Aufmarsch der Kirchweihpaare ein grandioses Bild, erweckte in vielen Erstaunen und Bewunderung und für diejenigen die eine Kirchweih im Banat miterlebt hatten, eine Rückversetzung in vergangene Zeiten. Wir erfreuten uns weiterhin über strahlendes Wetter und bester Feierlaune!.

Diesmal gab es beim Kirchweihfest nach Sanktannaer Art keine „Kerweihsteckelche“, da dies in Sanktanna nicht üblich ist. Die ganze Kirchweih wurde streng nach der Tradition von Sanktanna abgehalten. Dafür sorgten die Sanktannaer Landsleute Theresia und Michael Reiter und Mutter Regina Müller. Frau Müller ist eine der letzten Sanktannaerinnen, die die aufwändige Sanktannaer Tracht pflegt und „gubäliert“( stärken und in Falten legen)und es noch beherrscht die Sanktannaer Frisur, den 16fachen Zopf zu flechten.

Angekommen auf dem Festplatz erwarteten uns ca 1000-1200 Gäste, die es sich unter den schattenspendenden Zelten gemütlich machten und durch den Aufmarsch der Kirchweihpaare alle Trachten bewundern konnte.

Christine Neu, begrüßte die Gäste, im Namen des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben zur 3. Banater Kirchweih, die dieses Jahr nach dem Brauch aus Sanktanna abgehalten wird.

Begrüßt wurden -das 1.Geldherrenpaar Sybille Bissinger und Ralph Reiter, das 2. Geldherrenpaar: Theresia und Michael Reiter, sowie alle Trachtenträger in Sanktannaer Tracht, der Schirmherr des Festes, Bezirksbürgermeister Thomas Keck, der Tradition und Brauchtum zu schätzen weiß, die Tanzgruppe Banater Schwaben Singen, die Trachtengruppe der Banater Schwaben aus Esslingen, der Verband der Siebenbürger-Sachsen aus Metzingen und Reutlingen, die Bulgarische Folkloregruppe Palucenka aus Altbeschenowa/Banat Rumänien, die Donauschwaben aus Reutlingen, die Donauschwaben aus Entre Rios/Brasilien, die Trachtenträger des Albvereins Betzingen und nicht zuletzt die Gastgeber unseres Festes den Vorstand des Kreisverbandes Reutlingen mit der Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen, die dieses Fest organisiert haben.

Begrüßt wird die Original-Donauschwäbische Blaskapelle unter Leitung von Johann Frühwald und den Vorstand dieser Kapelle: Katharina und Oskar Schlett, alle ehrenamtlichen Helfer, die aus dem Hintergrund zum Gelingen dieses Festes beitrugen, die Banater Backakademie unter Leitung von Susanna Messmer, mit ihren Banater Backspezialitäten fürs Kirchweihfest, die fleißigen Helferinnen wie: Anna Possler, Annemarie Michels, Eveline Wolf, Adelheid Schuller, Ernestine Mayer, Rosemarie Messmer halfen beim Backen. Es wurden nicht nur die traditionellen Kuchen, sondern auch verschiedene Obstschnitte, Savarine und Rigo-Janschi innerhalb der Banater Backakademie gebacken.

Begrüßt werden die Banater Grillmeister Hans Schlosser, Helmut Linz, das Langoschteam mit Mariechen Huschitt, Rosemarie Messmer, Gerda Antretter, Erich Mussler, Marlene Keusch und Eveline Wolf, die Banater Durstlöscher, Oswald Wolf, Jürgen Possler, Eduard Steingasser, Michael Antretter, an der Kasse Melinda Petla, beim Kaffee und Kuchenverkauf Renate Ducsek, Anna Possler, Susanna Messmer und Carmen Jost, die Jugendlichen Eiko Jost und Denny Petla, die Banater Küche Aidlingen, und nicht zuletzt, diejenigen die die schönsten Momente festhielten die Banater Knippser: Christine und Robert Raab, Brunhilde und Johann Forro, Ralf Klotzbier und Peter Sauer.

Besonderen Dank geht an Rosi Petla, die ihre große Erfahrung im Gastronomiebereich zur Geltung brachte und unsere Verpflegungsmannschaft gut organisierte.

Mathias Possler, stellvertretender Vorsitzender behielt die Übersicht über die Organisation.

Gäste vorzuzeigen waren bei einer Banater Kirchweih immer Ehrensache , mit dabei unsere zahlreichen Ehrengäste:

Herr Josef Prunkl, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg e.V., Landsmannschaft der Banater Schwaben, Herr Michael Koppi, Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes Reutlingen, Herr Kaspar Blasy, Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes Reutlingen, Herr Dr. Ing. Josef Pitzer, Ehrenmitglied des Kreisverbandes Reutlingen, Herr Stefan Ihas, Vorsitzender des Weltdachverbandes der Donauschwaben, Manfred Rosner, Kassenwart der HOG Jahrmarkt, Budur Petcov, Stellvertretender Bürgermeister in Altbeschenowa-Banat-Rumänien, Herr Günther Ott, Unternehmer und Kassierer bei der Unternehmervereinigung der Banater Schwaben, Frau Barbara Fetzer, Ehrenvorsitzende der HOG Nitzkydorf, Frau Hildegard Gutekunst, Vorsitzende des Hilfskomitees der evangelischen Christen aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ingrid Röhrich, Stellvertretende Vorsitzende im Landesverband Baden Württemberg e.V. in der Funktion als Jugendvertreterin, Frau Theresia Teichert, Referentin für Brauchtumspflege, Landesverband Baden Württemberg e.V., Lukas Kirschenheuter und Danny Harter, Stellvertretende Vorsitzende der Donauschwaben, Kreisverband Reutlingen, Helmut Kassner, Musiker und Dirigent, Johann Wetzler, Leiter der Weinbergmusikanten und Herr Peter Welker der lange Jahre 1.Stellvertretender Vorsitzender der Donauschwaben in Reutlingen und Umgebung war.

Danach lädt die Kreisvorsitzende alle Gäste ein, sich auf eine Zeitreise ins Banat zu begeben.

„Wir gedenken in diesem Jahr der 300 Jahrfeier -Mit den Ulmer Schachteln die Donau hinab - 300 Jahre seit der Erstauswanderung aus Ulm 1712- 2012.

Wir, die heutige Generation wird nicht mehr in die Ulmer Schachtel steigen um die Donau hinab ins Banat zu gelangen.

Wir begeben uns auf eine virtuelle Reise in unsere alte Heimat und dazu lade ich sie heute ein. Wir stellen uns vor, wir sind in der Gemeinde Sanktanna angekommen und sind heute Gäste einer Sanktannaer Kirchweih. Ich lade sie nun ein, gemeinsam mit uns eine Banater Kirchweih nach Sanktannaer Art zu feiern und Theresia Reiter gebürtige Sanktannaerin wird uns die Banater Kirchweih so vorstellen wie sie sie in der alten Heimat noch erlebt hat“.

Danach stellt Theresia Reiter die Sanktannaer Tracht vor.

„ Die Mode wechselt, der Druckknopf bleibt, so geht es der Sanktannaer Bauerntracht zur Zeit.“

Viele Trachten werden in Vergessenheit geraten, weil es keine Gelegenheit mehr gibt, sie zu tragen. Die Kirchweihtracht ist die einzige Tracht die noch bei Kirchweihfesten, Trachten- und Volkstanzfesten getragen wird.

Das „Mohlg’woand“ heißt das schneeweiße Mädchenkleid, das an großen Festtagen getragen wird. Es besteht aus feinem dünnen Leinen, „Mohl“genannt und überlebte als einziges „Nett’sgwoand“ über mehrere Generationen. Das Oberteil heißt “Pätschur“ ist gefüttert und wird vorne zugeknöpft. Interessant und aufwendig ist dieser Pätschur genäht, mit einzigartigen langen Schopfärmel und vorne plissierte Spitzenstreifen . Zu der Tracht gehören 5-7 Unterröcke aus dichten Leinen, die mit einem Spitzenrand enden. Angezogen werden sie so, dass keiner unter dem Überrock hervorschaut. Sehr aufwendig werden sie gestärkt gebügelt und in feine Falten mit Hilfe von Stöcken gelegt.(gubäliert oder plissiert) Mit Patent sind alle Röcke zugemacht. Eine mit Spitze umrandete schwarze Atlasseidene Schürze und ein dreifacher dunkelroter Perlenkranz schmücken diese Tracht. Die „Professionisten“(Handwerker) trugen eine weiße Bluse statt den Pätschur darauf eine schwarzes Leiwl und eine kleine weiße runde Schürze. Die Burschen tragen weiße Hemden, schwarze Stoffhosen und den geschmückten Kirchweihhut.

Der Kirchweihablauf verlief auch in Reutlingen wie in Sanktanna üblich nach alter traditioneller Art.

Die Kirchweih begann mit den 3 Extratänzen darauf stieg Ralph Reiter, der 1. Geldherr aufs Fass und sprach den Kerweihspruch im Sanktannaer Dialekt, gefolgt nach jeder Strophe mit „Musich“ und dem Kirchweihreigen der Burschen um den Kirchweihbaum.

Nach einer Tanzrunde begann das Verlezitieren des großen Kirchweihstraußes, ein großes Ringen um den schönen Strauß, den bis zuletzt Karsten Loch ersteigerte. Er gab bekannt, dass er nächstes Jahr die Banater Kirchweih in Betzingen nach Bogaroscher Art ausrichten wird, dem Geburtstort seiner Mutter. Es gab ein Extratanz für den Gewinner und seiner Kirchweihtänzerin Sandra Loch.

Danach wurde der zweite Strauß , sowie Hut und Tuch verlost.

Die glückliche Gewinnerin des Straußes war Christine Raab, gebürtige Sanktannaerin, den Hut gewann Barbara Kerner/ Sanktanna und das Tuch Monica Buchmann aus Tschenne. Alle Gewinner wurden zu einem Ehrentanz eingeladen.

Auf diesem Wege bedanken wir uns bei Herrn Peter Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Banater Schwaben und dem Vorsitzenden der HOG Sanktanna, Herrn Josef Lutz für die Unterstützung. Ein „Vergelts Gott an Veronika Wiesenmayer aus Nürnberg für die schön geschmückten Kirchweihsträuße.

Es folgten im Ablauf des Kirchweihfestes Tanzeinlagen der eingeladenen Gruppen.

Die Gastgeber, die Trachtengruppe der Banater Schwaben Reutlingen bekannt als die „luschtiche Schwowe“ aus Reutlingen, stammen aus verschiedenen Banater Dörfer, deren Trachten sie mit stolz tragen. Die Trachtengruppe ist das Aushängeschild unseres Kreisverbandes und führt die Fuchsgrabenpolka vor, die der Tanzleiter Manfred Klotzbier/Kreuzstätten und seine Stellvertretende Tanzleiterin Monica Buchmann / Tschene mit der Gruppe einstudiert haben. Danach folgte die 1988 von Familie Redl gegründete Tanzgruppe der Banater Schwaben aus Singen wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam das kulturelle Erbe unserer Banater Gemeinschaft pflegen. Sie stammen aus verschieden Banater Ortschaften teils in der neuen Heimat geboren und heimischen Jugendlichen, was deutlich macht, dass alle Spaß an Banater Brauchtum und Volkstanz haben. Die Gruppe trägt die Groß-Jetschaer Kirchweihtracht und wird von Hilde Redl geleitet, die mit Leidenschaft und voller Hingabe in jahrzehntelanger Arbeit sich dem landsmannschaftlichen Wirken hingegeben hat. Sie führten für uns die Resi Polka vor.

Die Brauchtums- und Volkstanzgruppe der Banater Schwaben Kreisverband Esslingen besteht seit 1988 und ist seit 1990 in Wendlingen am Neckar ansässig. Geleitet wird die sehr aktive Gruppe seit ihrer Gründung von Renate Krispin, die bis heute mit Begeisterung diese Aufgabe wahrnimmt. Viele Auftritte im Jahr bei Fest- und Trachtenumzügen, Volkstums- und Trachtenfesten mit Brauchtumsdarbietungen in vielen Orten der Bundesrepublik sind der Gruppe zu verdanken. Einladungen zu Veranstaltungen der Stadt Wendlingen und Ihrer Vereine sind selbstverständlich. Die über die Jahre gewachsene Zusammenarbeit mit anderer Landsmannschaften, Heimat- und Trachtenverbänden zeigt die sehr gute Integration dieser Gruppe mit Partnerschaften zu Trachtengruppen im Ausland .

Sie tanzten für uns die „Kochlöffel-Polka“

Die Trachtengruppe der Banater Schwaben aus Singen und aus Esslingen führten zwei gemeinsame Tänze vor: „Die Urlauber-Polka“ und „Bis bald auf Wiedersehen“

Es folgten zwei gemeinsame Tänze der Banater Gruppe aus Singen, Esslingen und Reutlingen: „Kathi-Ländler“ und „Veilchenblaue Augen“. Die Volkstänze der Banater Gruppen wurden von der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen gespielt.

Die Tanzgruppe der Siebenbürger-Sachsen aus Metzingen war in der Folge angesagt: nach einer Unterbrechung wurde die Tanzgruppe Metzingen 1991 wiedergegründet. Sie zählt heute zehn Paare und wird seit ihrer Neugründung von Rose Schulz geleitet. Regelmäßige Auftritte bei kulturellen Veranstaltungen der Kreisgruppe, den Sommer- und Faschingsbällen dem Metzinger Stadtfest Auftritte beim Schwäbischen Albverein, beim Maibaumstellen, Großauer Treffen, bei Hochzeiten, beim "Tanz in den Mai" in Riederich sowie dem Stadtfest in Riederich sind der Trachtengruppe .zuzuschreiben

Die Tanzgruppe führte zwei Tänze vor, die mit viel Beifall gewürdigt wurden.

Es folgten die Bulgaren aus Altbeschenowa-Banat-Rumänien mit eigener Musikgruppe.

Einer der Grundsätze der E.U. ist die Würdigung der Verschiedenheit der Kulturen, Gebräuche, des Glaubens und der Grenzen, ein Grundsatz, der im täglichen Leben der Banater voll zum Ausdruck kommt. 

Diese Art zu leben, im Sinne des Verständnisses für den „anderen“ ist das Ergebnis einer Jahrhundert alter Banater Tradition, deren Grundlagen in der Gesetzgebung der Reformaufklärung der kaiserlich-habsburgischen Obrigkeit des 17. Jahrhunderts zu suchen sind.

Das Banat kann sich als Vorreiter der heutigen EU verstehen in dem viele Nationen friedlich und beispielhaft zusammenlebten .

Was verbindet uns Banater Schwaben mit den Banater Bulgaren?

Nach den ersten Kolonisationsaktionen, die mit katholischen Gläubigen deutscher Herkunft realisiert wurden, kamen auch katholischen Bulgaren ins Banat. Als eine sehr interessante Erscheinung im Rahmen der multiethnischen Banater Landschaft verließen die katholischen Bulgaren ihre Heimat, wegen den Verfolgungen denen sie ausgesetzt waren. 1744 unterschrieb Maria Theresia eine Urkunde in der Privilegien für die katholischen Bulgaren erlassen wurden, die sich im Banat in Alt Beschenowa, Vinga und anderen kleineren Ansiedlungen niederließen.

Die Trachtengruppe Palucenka aus Altbeschenowa, Kreis Temeswar folgte im Programm.

2002 wurde die Leitung der Trachtengruppe von Herrn Pavel Velciov, ein einmaliges und von allen Mitbewohnern anerkanntes Talent übernommen, dem gegenwärtigen Leiter der alle Aktivitäten der Gruppe koordiniert.

Eingeweiht in die Geheimnisse des Tanzes, auf die Rhythmen und Akkorde der Volksmusik, stellen die Mitglieder des Ensembles Palucenka aus Altbeschenowa/ Dudeştii Vechi einen lebendigen Faktor dar, der sich für die Wahrung und Entwicklung des bulgarischen Tanzes, Gesanges und der Volkstracht im Banat verdient gemacht hat.

Bei viel Beifall boten die Gäste traditionelle Tänze begleitet vom eigenen Orchester.

Nicht wegzudenken von einer Reutlinger Kirchweih sind unsere Donauschwäbischen Freunde aus Reutlingen

1965 kommt es zur Gründung der „Donauschwäbischen Tanz- und Trachtengruppe.

Die Trachtengruppe fand im Raum Reutlingen und überregional durch ihr professionelles Auftreten immer mehr Freunde und Fans und wurde sehr bekannt.

2000      übernimmt Danny Harter die Leitung der Tanzgruppe. Die Gruppe nimmt am Reutlinger Stadtfest mit Tanzeinlagen teil und erstmals beim Eninger Dorffest.

Neben vielen Auftritten im Jahr, nehmen sie auch regelmäßig bei Festumzügen unter anderem beim Bad Uracher Schäferlauf oder beim Volksfestumzug in Bad Cannstatt teil. Sie sagen: „Unsere Freunde und Eltern tragen bei diesen Umzügen Trachten aus den Heimatdörfern der Donauschwaben als Hochzeitszug“.

Die zwei eindrucksvollen Tänze der Donauschwäbischen Folkloregruppe Reutlingen, wurden mit viel Beifall gewürdigt.

 

Mit viel Ungeduld erwartet, startet nun die Musik- und Tanzgruppe der Donauschwaben aus Entre Rios ihre Darbietungen.

Die Donauschwaben wurden infolge des 2. Weltkrieges von ihrer Heimat in Südosteuropa vertrieben . Nach dem zweiten Weltkrieg waren viele Donauschwaben heimatlos, viele Siedlungsprojekte wurden in Angriff genommen. Besonders erwähnenswert ist die Banater Ansiedlung im französischen La Roque und die donauschwäbische Siedlung in Entre Rios, Brasilien. Heute leben die geflüchteten Donauschwaben in 15 Staaten in aller Welt. Aber ihre Geschichte, ihre Bräuche, Traditionen und Sprache leben weiter.

Die Donauschwäbisch-Brasilianische Kulturstiftung, betreut 30 Gruppen mit insgesamt rund 370 Teilnehmern von 3 bis 90 Jahren, die Volkstänze und donauschwäbische Tradition pflegen, aber auch die Kultur ihrer neuen Heimat präsentieren. Verantwortliche sind Tanz-und Musiklehrer; wie Isabela Brandtner, Adriana Buhali, und Cristiane Zuber. Die Gruppe der Jugendlichen ist diesmal auf Tournee durch Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, und Serbien und präsentiert Donauschwäbische und Brasilianische Kultur.

Die damalige Vorsitzende der Donauschwäbisch-Brasilianischen Kulturstiftung, Maria Dolores Schneiders erläuterte 2010 bei einem Besuch in Deutschland :“Auch wenn wir und unsere Kinder heute Brasilianer sind und Portugiesisch unsere Pflichtsprache ist, so haben wir uns doch alle den donauschwäbischen Dialekt bewahrt, pflegen ihn als besonderes Kulturgut. Die Sprache und Traditionen sind es ja, die uns vor allem mit Ihnen über Meere, Kontinente und Grenzen hinweg verbinden. Wir gehören wie Sie zur donauschwäbischen Familie, mit den gleichen Wurzeln. Hier fühlen wir uns also wie „dahoam“- und so soll es bleiben“. Dann sagen wir euch willkommen zu Hause und schicken ganz liebe Grüße nach Entre Rios.

Bühne frei für die Donauschwaben aus Entre Rios mit ihrem Volkstanzprogramm. Die Musik zu den Tänzen spielte die eigene Musikgruppe aus Brasilien unter Leitung von Antonio Schneiders. Viel Applaus erntete der perfekt vorgeführte Bändertanz, ein Kunstformat im Tanzen.

Begleiter dieser Gruppe war auch Herr Norbert Geier, der schriftführende Direktor der Genossenschaft Agraria. An dieser Stelle geht ein Dank an Herrn Stefan Ihas, Vorsitzender des Weltdachverbands der Donauschwaben, der die Europatour der Gruppe erfolgreich organisierte.

Damit endet auch unsere Reise durchs Banat.

Der Kreis hat sich geschlossen, unsere Reise geht zu Ende und wir hoffen wir konnten ihnen frohe Einblicke in das Banater Dorfleben ermöglichen mit dem größten Fest einer Dorfgemeinde, die einer Kirchweih. Wir laden sie heute schon ein am . 2013 unser Gast zu sein, bei der Kirchweihfeier nach Bogaroscher Art

Der Abendball ging in der Kemmlerhalle mit einem Einzug des neuen Kirchweihpaares gefolgt von allen Trachtenträgern los. Zum Einmarsch und Tanzmusik spielte die Dynamik Band.

Es gab verschiedene Showeinlagen seitens der Donauschwaben aus Brasilien, die ihr Brasilianisches Programm dem Publikum vorführten. Mit Professionalität wurden in bunten Kostümen heiße Rhythmen, von Bolero, Frevo, Gaucho und Samba gezeigt. Brasilianischer Flair durchzog die Halle und ließ die Zuschauer erstarren. Danach folgten die Musikrhytmen der Dynamik Band gefolgt von einem kurzen Programm der Altbeschenowaer Musikanten.

Am Sonntag ging es dann weiter mit den beiden Gastgruppen nach Ulm . Es wurde das DZM besichtigt, Herr Franz Flock begleitet die Gruppe aus Entre Rios und Herr Bernhard Krastl, Stellvertretender Vorsitzender im Weltdachverband der Donauschwaben die Gruppe der Bulgaren aus Altbeschenowa. Vielen Dank den beiden Herren für das Engagement. Großen Beifall ernteten unsere Gäste auf den Bühnen am Donauufer -beim Donaufest, mit ihren Tanzdarbietungen.

Ein Dankeschön an unsere Gastgruppen für die unvergesslichen Zeit ,ihr habt uns viel Freude bereitet.

Abends wurden beide Gruppen in Reutlingen erwartet und zusammen mit den vielen Gastfamilien feierte man einen schönen Abschiedsabend. Die lebenslustige natürliche Art unserer Landsleute aus Entre Rios hat uns sehr beeindruckt und wird uns immer in Erinnerung bleiben. Sie sind das lebende Beispiel das „mir Schwowe net nor arwete kenne ,ach gut feire“

Leider war die schöne Zeit zu kurz und Montag Morgen ging es für unsere Gäste weiter mit ihrer Europatour.

Ein „Grüss Gott“ an all unsere Landsleute aus Entre Rios und der ganzen Welt und ein Dank an all unsere Kirchweihbesucher, die uns unterstützen.

„Die Kerweih hat ein Loch“, sagt man wenn sie vorbei ist. Davon wird noch lange erzählt.

Erinnerrungen bleiben und Tradition lebt fort!

 

  


 

07.07.2012

3. Banater Kirchweih in Reutlingen-Betzingen

nach Sanktannaer Art

 

 

 

  

 

 

 

  

  

  

  

  

 

 

 

  

  

 

  

  

  

  

 

  

 

 

 

 

 

Ein herzliches Dankeschön an unsere Helfer 

.....auch an die, die nicht auf dem Foto sind.
  


 

 

26.06.2012 Pressegespräch

Rathaus Reutlingen-Betzingen

 

 

 

 

 

 


22./23.06.2012 Stadtfest in Reutlingen

  

 

   

  

  

  

 

  

 

 


26.05.2012 Heimattage in Ulm

 

 

 

 

 

  

  

 

 

  


 1. Mai - Grillfest in RT-Sondelfingen

 

 

 

 

mit der Dynamik-Band

 

 

 

 

 

 


 

 

Ostersonntagsfeier

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Bericht und Fotos vom Osterbasteln siehe. . . . . .Arbeitsgruppen

 


 

 

 

 

Kulturnachmittag in Reutlingen

von Brunhilde Forro

 

 

 

Der Kulturnachmittag am 04.03.2012, organisiert von der HOG Jahrmarkt, der HOG Temeschburg und dem Kreisverband Reutlingen Landsmannschaft Banater Schwaben, wurde am Reutlinger Gedenkstein von Adam Müller-Guttenbrunn eröffnet. In ihrer Ansprache betonte Brunhilde Forro den Einsatz des Kulturpolitikers für die deutsche Bewusstseinsbildung, für das deutsche Schrifttum und gegen die Magyarisierung. Eine bepflanzte Blumenschale wurde vor dem Gedenkstein abgestellt.

Vorsitzende Christine Neu begrüßte die Gäste, die Kulturreferentin für Südosteuropa Frau Dr. Swantje Volkmann, den Vorsitzenden der HOG Temeschburg, Dr. A. W. Zawadzki und Herrn Manfred Rossner, der die HOG Jahrmarkt vertritt, die Mitglieder des Vorstandes des KV Reutlingen, im Festsaal des Tanzsportclubs Schwarz-Weiß.

Dr. A. Zawadzki erklärte den Begriff Heimat und zitierte Th. Fontane: „erst in der Fremde lernt man seine Heimat kennen“. Er begrüßte die Kulturreferentin für Südosteuropa Frau Dr. Swantje Volkmann. Das Thema ihres Vortrages: "Mit den Ulmer Schachteln die Donau hinab - 300 Jahre seit der Erstauswanderung aus Ulm 1712- 2012“.  Die Auswanderer haben wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung Ulms beigetragen, die Ulmer Schachteln gehören heute zur städtischen Folklore.

Im 18. Jhd. wanderten ca. eine halbe Million Menschen aus Bayern, der Pfalz und Lothringen nach Ost- und Südosteuropa aus, im gleichen Zeitraum war die Auswanderung nach Amerika weniger attraktiv, nur 100.000 Emigranten wurden registriert.

 

Wirtschaftliche, überlebenswichtige Motive, sowie die Aussicht auf ein besseres Leben und Steuerfreiheit waren Grund genug in die von den Habsburgern neueroberten Ländern in der Pannonischen Tiefebene auszuwandern. Die ersten Siedler waren Bergarbeiter, erst danach kamen die Bauern. Auf der Basis eines Kreditsystems wurden auch die Schiffspassagen gezahlt. Ob der Kredit von den Siedlern zurückbezahlt wurde, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. An dem folgenden Beispiel werden die anfänglich hohen Verlustquoten deutlich: von 20 angesiedelten Familien hatten 20 Jahre später nur 2 Familien überlebt. Es entstanden Städte und Dörfer, der Haus- und Straßenbau erfolgte nach staatlichen Vorgaben. Aus einer öden Sumpfgegend wurde eine blühende Landschaft. Die deutsche Sprache blieb bis in die 1950-60 Jahre als Dialekt gut erhalten. Die französische Sprache war bereits nach drei Generationen nicht mehr vorhanden. Die Sathmarer Schwaben waren die ersten Siedler, die 1712 mit den Ulmer Schachteln die Donau abwärts fuhren. Sie waren auch diejenigen, die vom Magyarisierungsprozess des ungarischen Königreiches am stärksten betroffen waren. Im Gegensatz zu anderen Volksgruppen, wie Serben, Kroaten übten sich die Banater Schwaben überwiegend in politischer Zurückhaltung. Erst als die ungarische Sprache Unterrichtssprache in der Grundschule wurde, wehrten sie sich, aber es war zu spät.

Die Autonomiebestrebungen konnten die Aufteilung des Banats nach dem ersten Weltkrieg und nach der Auflösung der Habsburger Monarchie nicht mehr aufhalten.

In der Weimarer Republik wurden Verbände, Vereine und politische Parteien sehr schnell gleichgeschaltet. Lehrer- und Schüleraustauschprogramme wurden gefördert.

Es gab zwar keine Vertreibung in Rumänien und Jugoslawien aber Flucht, Deportation, Verschleppung und Enteignung. In Nordsiebenbürgen setzte die Flucht bereits 1940 ein, in Jugoslawien wurden Internierungslager eingerichtet.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren viele Donauschwaben heimatlos, viele Siedlungsprojekte wurden in Angriff genommen. Besonders erwähnenswert ist die Banater Ansiedlung im französischen La Roque oder die donauschwäbische Siedlung in Entre Rios, Brasilien.

Der Begriff Donauschwaben ist ein Kunst-, ein Kulturbegriff und wurde bereits in den 1920 Jahren geprägt. Das kulturelle Leben der Banater Schwaben flammte erst in den 1980 Jahren auf, Vorreiter waren die Verbände der Donauschwaben.

Heutzutage werden Sprachfestivale organisiert. Im lothringischen Saargemünd wird Ahnenforschung betrieben. Die in Brüssel verabschiedete Donauraumstrategie soll diese Regionen wieder in den Vordergrund rücken  und eine bessere wirtschaftliche Infrastruktur schaffen.  Der Donauraum gehört zu den multikulturellsten Regionen Europas. Über zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene gab es Ende der 90er Jahre auf dem Balkan. Die 2005 wieder aufgebaute Friedensbrücke über die Donau in Novi Sad gilt als Symbol für das Zusammenwachsen Europas.

Zum Showtanzprogramm von Silke Weinmann und Markus Vogel gehörten Samba, ChaCha, Rumba, Paso Doble und Jive.

Die Liebe zum Tanz verbindet sie seit 2000. Trotz intensivem und regelmäßigem Training haben sie den Spaß nicht aus den Augen verloren. Sie nehmen an Latein und Standard Tanzmeisterschaften teil. Das Publikum war begeistert und honorierte die tänzerische Leistung und Anmut mit viel Applaus.

Im Anschluss präsentierte Christine Neu einen Videobeitrag zu dem Thema: “60 Jahre Entre Rios“. Donauschwaben gibt es überall auf der Welt.

Nach dem zweiten Weltkrieg versuchte die Schweiz durch karitative, humanitäre Projekte einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingsproblematik zu leisten. Die Schweizer Europahilfe übernahm die Organisation und die finanzielle Verantwortung für die Emigration in kriegsverschonte außereuropäische Gebiete. Der ausgearbeitete donauschwäbische Kolonisationsplan wurde von der brasilianischen Regierung angenommen, denn die Einwanderung von tüchtigen Landwirten war auch im volkswirtschaftlichen Interesse Brasiliens. Schweizerische Exporteure und brasilianische Importeure trugen zur finanziellen Absicherung des donauschwäbischen Siedlungsprojektes bei.

Das Ziel der in Österreich bereits 1922 gegründeten Agraria war es, den Aufbau eines donauschwäbischen Genossenschaftswesens zu unterstützen.

Nach dem zweiten Weltkrieg war in Österreich jeder vierte Einwohner ein Flüchtling. In Linz wurden die Flüchtlingsfamilien ausgewählt und für die Ausreise vorbereitet. Die Auswanderer bekamen einen Kredit, der innerhalb von drei Jahren zurückbezahlt werden musste. Das Schicksal von ca. 2500 Personen hing von diesem ca. 10 Millionen Projekt ab. Eine Pioniergruppe von 100 Flüchtlingsfamilien reiste bereits 1950 nach Brasilien. Insgesamt wurden 500 Familien in fünf Dörfer angesiedelt.

In den ersten Jahren wurde die Landwirtschaft kollektiv betrieben. Die Häuser und Grundstücke wurden verlost. Die willkürliche Aufteilung verursachte Spannungen zwischen den Siedlern und der Genossenschaft. Finanzielle Unkorrektheiten, Fehlentscheidungen, der Mangel an Fachleuten und Ausbildungsplätzen führte zu Enttäuschungen und Unsicherheit. So manche Familie trat wieder die Rückreise an. Die Familien, die ausharrten, profitierten von den positiven Auswirkungen des Kolonisationsplanes. Heute leben in Entre Rios ca. 2500 Menschen - Brasilianer mit donauschwäbischen Wurzeln. Von Anfang an wurden die Bauern von der Genossenschaft Agraria unterstützt.

Um eine höhere Produktivität zu erreichen wird im zentralen Hochland von Entre Rios Landwirtschaft im Direktanbau betrieben. Mit Bergreis wurde die Steppe erschlossen. Es folgten Weizen und Gerste als Winterkulturen, Mais und Soja als Sommerkulturen.

Die Donauschwaben das sind Leute, die „anbauen und aufbauen, die Horizonte mit grünen und goldenen Tönen bedecken und daraus die Farben des morgigen Tages ernten“. Die Agraria ist zuständig für das Wohl ihrer Mitglieder und für das Wohl künftiger Generationen, für die technische Assistenz und die Kommerzialisierung der Produkte. Zur Genossenschaft gehören eine Weizenmühle, eine Futtermittelfabrik, eine Brauerei und eine landwirtschaftliche Versuchsstation. In der angegliederten Ölindustrie werden Sojaöl und Sojakleie produziert.

Zu den angeschlossenen Organisationen gehören die Stiftung für Agrarforschung, die Semmelweißstiftung und die brasilianisch-schwäbische Kulturstiftung. Die Agraria fördert und unterstützt soziale Projekte. Entre Rios liegt in der Nähe von Guarapuava in Paraná im Süden Brasiliens. Die fünf Dörfer heißen Vitória, Jordâozinho, Cachoeira, Socorro und Samambaia.

Im Hauptdorf Vitoria befindet sich der Sitz der Genossenschaft AGRARIA, das Krankenhaus und ein Einkaufszentrum. In jedem Dorf gibt es gepflegte Häuser, breite Straßen, Kirchen und Klubs. Viele traditionelle Feste, wie Maibaum aufstellen, Kirchweihfest und kirchliche Feiern werden gepflegt. Die Tradition und der Dialekt sind ein wichtiger Teil des donauschwäbischen Kulturgutes. Der Unterricht in staatlichen und privaten Schulen, die Zeitung und der Radiosender sind zweisprachig. In Entre Rios gibt es ein Fußballplatz und ein Freizeitpark sowie ein beeindruckendes Heimatmuseum.

Unter dem Motto „Innovation“ feierten die Donauschwaben 60 Jahre Einwanderung in Entre Rios. 60 Jahre Tradition und moderne Technologie wurden in einem umfangreichen Programm präsentiert. Begeistert waren die Zuschauer von dem großartigen Festprogramm, den verschiedenen kulturellen Darbietungen, Musik- und Tanzshows. Internationale Tanzgruppen und Bands waren bei den Festivitäten dabei. Angereist waren auch die Schürzenjäger aus Österreich und die Dynamik Band aus Reutlingen.

In ihrer Rede konstatierte Christine Neu, dass uns Donauschwaben nicht nur der Wille Neues zu Schaffen sondern auch der Erhalt und das Weitergeben an die nächste Generation unserer Traditionen und Sprache miteinander verbindet. Im Namen des Landesverbandes Baden-Württemberg, Landsmann-schaft Banater Schwaben, der Banater Schwaben aus Reutlingen und der Trachtengruppe Reutlingen wünschte sie Entre Rios weiterhin viel Erfolg und überreichte ein Geschenk an den Präsidenten der Agraria, Herrn Jorge Karl.

Der Präsident des Dachverbandes, Herr Bernhard Krastel wies darauf hin, dass nicht eine Landschaft die Heimat ist, sondern die Menschen, die diese Heimat prägen. Er gratulierte den Donauschwaben in Entre Rios für die hervorragende Leistung. Der Heimatpfarrer P. Zillich aus der Diözöse Regensburg ist der Meinung dass Fleiß, Tüchtigkeit, Pünktlichkeit und Genauigkeit sowie der Glaube an Gott die Donauschwaben auszeichnen.

Günther Ott, seit 27 Jahren selbstständig, berichtete über die Ziele der 2011 gegründeten Unternehmervereinigung der Banater Schwaben und die Vorteile einer Mitgliedschaft.

Christine Neu bedankte sich bei Dr. Fred Zawadzki für die Moderation des Kulturnachmittags, bei Monika Buchmann für die Saaldekoration und bei Christine Raab für die Unterstützung bei der Videoerstellung.

 

  


 
01.04.12 Bericht in der Banater Post

Jahresrückblick

der Baden-Württemberger

 Tanz- und Trachtengruppen

Von: Christine Neu

 

 

 

 

Beim großen Trachtenumzug in Göppingen.

Mitglieder aus der Kinder- und Jugendgruppe Karlsruhe.

 

 

Auf ein erfolgreiches Jahr 2011 können die Tanz- und Trachtengruppen der Banater Schwaben im Landesver-band Baden-Württemberg zurückblicken. Die größte Veranstaltung des Landesverbandes war wie immer das Landestrachtenfest und der Große Schwabenball in Göppingen.

Der Landesverband lud zu diesem Landestrachtenfest, Volkstanzfestival und Großen Schwabenball am 21. Mai 2011 in die Patenstadt Göppingen ein. Schirmherr der Veranstaltung war Oberbürgermeister Guido Till. Das Veranstaltungsprogramm umfasste die feierliche Wiedereröffnung der Heimatstube Göppingen, ein Trachtenumzug zum Rathaus und zur Stadthalle, ein Empfang im Rathaus, eine Kranzniederlegung am Denkmal der Banater Schwaben, der Festaufmarsch der Trachtenträger und die Auftritte der einzelnen Trachtengruppen. Die Veranstaltung fand unter der Mitwirkung der DBJT statt. Das Programm wurde von der Original Banater Schwabenkapelle unter der Leitung von Horst Stromer und der Algeno-Tanzband begleitet. Bei dieser Veranstaltung beteiligten sich fast alle Trachten- und Tanzgruppen des Landesverbandes Baden-Württemberg.

Im Jahre 2011 konnten neun von insgesamt zwölf Kreisverbänden Tanz- und Trachtengruppen vorzeigen, wobei es auch mehrere Tanzgruppen in einem Kreisverband gibt. Trachtengruppen gibt es in den Kreisverbänden Stuttgart (Leitung Hildegard Mojem), Heidelberg (Leitung Hilde Klein), Esslingen (zwei Gruppen, Leitung Renate Krispin), Singen (Leitung Hilde und Horst Redl), Reutlingen (Leitung Manfred Klotzbier, stellvertretende Tanzleiterin Monica Buchmann), Spaichingen (Tanzgruppe der Erwachsenen, Leiter Käthe und Hans Winze); Jugend- und Kindertanzgruppe (Leitung Brigitte Polling und Christine Wollanka), Crailsheim (Leitung Clara Weber), Karlsruhe (Tanzgruppe der Erwachsenen, Leitung Heidi Müller; Jugendtanzgruppe, Leitung Dagmar Österreicher und Elwine Muth; Kindertanzgruppe, Leitung Angela Schmidt und Helga Ebner). Die Gruppen haben 2011 insgesamt an die 200 Auftritte bestritten. Hervorzuheben sind Brauchtumsveranstaltungen wie Fasching, Kirchweih, Kathreinbälle und Weihnachtsfeiern. Die Reutlinger Trachtengruppe hat beim Herbstfest neben den Tänzen und Trachtenvorführungen auch auf alte Handwerkstraditionen aufmerksam gemacht.

Die Jugend- und Trachtengruppen sind auch gern gesehene Gäste bei Veranstaltungen der Heimatortsgemeinschaften. So trat die Karlsruher Kinder- und Jugendgruppe beim Treffen der Heimatortsgemeinschaften Kleinjetscha, Billed und Großjetscha auf. Die Erwachsenengruppe aus Karlsruhe wirkte am Billeder, Alexanderhausener und Dolatzer Treffen mit. Die Trachtengruppe aus Singen trat an der Banater Kirchweih in Betzingen / Reutlingen auf und beim Treffen der HOG Deutschbentschek, Lovrin und Großjetscha. Die Tanz- und Trachtengruppe Leimen verschönerte das Bogaroscher und Keglewichhausener Heimattreffen. Die Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen trat beim Kirchweihfest der Sanktannaer Landsleute in Göppingen auf, an der Banater Kirchweih in Reutlingen/Betzingen, am Tscheneer Treffen und beim Banater Kirchweihfest in Aidlingen.

Im Rahmen der DBJT gab es viele Aktivitäten, die gemeinsam von mehreren Gruppen bestritten wurden. So beteiligten sich viele Trachtenträger aus Baden-Württemberg an den vom Landesverband Bayern organisierten Heimattagen in Nürnberg (Mai 2011). Zu den Veranstaltungen im Rahmen der Heimattage der Banater Deutschen im Juni 2011 in Temeswar reisten die Tanzgruppen aus Esslingen/Wendlingen und Singen. Die von der DBJT organisierten Freizeitmaßnahmen und Brauchtumsseminare sind bei den einzelnen Gruppen beliebt. Sie werden vom Bundesverband der Landsmannschaft gefördert.

Jugend- und Trachtengruppen aus Baden-Württemberg nahmen am Sportturnier in Crailsheim, am Zeltlager in Wörnitz und an den Brauchtums- und Tanzseminaren in Wieshof (Allgäu) teil. Lehrreiche Seminare organisierte auch die Landsmannschaft der Donauschwaben auf der Sonnenmatte, zu denen auch die Tanzgruppen aus Singen und Esslingen/Wendlingen eingeladen waren. Der Landesverband Baden-Württemberg der Landsmannschaft organisiert regelmäßige Seminare für Gruppenleiter. Nicht unerwähnt bleiben soll die Teilnahme der Trachtengruppen der Banater Schwaben an überregionalen Veranstaltungen. So waren sie präsent bei den Heimattagen Baden-Württembergs in Bühl, beim Heimattag (BdV) in Karlsruhe wie auch beim Heimattag in Stuttgart. Beim Traditionsfestzug zum 166. Cannstatter Volksfest in Stuttgart beteiligten sich im Herbst letzten Jahres die Banater Tanzgruppe aus Singen und Esslingen/Wendlingen. Banater Trachtenträger waren anwesend an verschiedenen geselligen Zusammenkünften wie Frühlingsfeste, Sommerfeste, Grillfeste, Strohhutfest, Traubenbälle usw.

Sehr beliebt ist mittlerweile der Ski- und Wanderausflug der Trachtengruppe aus Crailsheim. Beim letzten Mal waren an die hundert Personen bei der Reise ins Allgäu mit dabei. Nach wie vor ist der Landesverband darum bemüht, die Trachten und das Banater Volksgut zu erhalten, zu pflegen und weiterzugeben. Dieses Ziel verfolgten in erster Linie die Brauchtumsseminare. Dort werden die Mitglieder der Gruppen vertraut gemacht mit der Anfertigung und Pflege von Trachtenstücken und Zubehör wie Hutschmuck und Kirchweihputz. Besonderer Wert wird nach wie vor auf die Brauchtumspflege bei den Heimattreffen mit Volkstanz und Volksmusik gelegt. Dabei ist man bestrebt, das Programm unterhaltsam und zugleich abwechslungsreich zu gestalten. Erwähnenswert und wichtig für die Zukunft ist die Dokumentation und Archivierung der verschiedenen Volkstänze, die in regelmäßigen Tanzseminaren für Gruppenleiter im Haus der Heimat in Stuttgart veranstaltet werden. Alle Aktivitäten werden durch die Feder der Pressebeauftragten des jeweiligen Kreisverbandes in der Banater Post geschildert. Diesbezüglich ist die Presseberichterstattung des Kreisverbandes Karlsruhe vorbildlich, wie auch die des Kreisverbandes Reutlingen.

Tracht tragen ist ein Erlebnis und fördert die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Trachtenträger über Grenzen hinweg. Das zeigte sich auch beim Besuch der Jugendgruppe der Donauschwaben aus Cleveland im vergangenen Jahr in Karlsruhe und Reutlingen. Freundschaftliche Verbindungen gibt es auch zu den Verbänden der Siebenbürger Sachsen, der Donauschwaben, zur DJO, zur Egerländer Gmoi und zu verschiedenen heimischen Trachtenvereinen. Die Banater Trachtengruppe aus Esslingen / Wendlingen trat beim Maibaumaufstellen der Egerländer Gmoi in Wendlingen auf. Am Kronenfest der Siebenbürger Sachsen beteiligte sich die Tanzgruppe aus Crailsheim, und am Vinzenzifest in Wendlingen sind die Banater Schwaben bereits Stammgäste. Erwähnenswert ist auch der Auftritt der Tanzgruppe aus Singen im September in Herrischried bei der Feier „Zehn Jahre Banater Schicksalsweg“. Tracht tragen bedeutet, ein Bekenntnis abzulegen für Heimat und Tradition. Tracht tragen bedeutet aber auch, in unserer Gesellschaft Brücken zu schlagen zu anderen Kulturen, aufeinander zuzugehen und anderen Menschen Gelegenheit zum Kennenlernen geben. Tracht tragen bedeutet, Mut aufzubringen und mit Klischees und Vorurteilen aufzuräumen.

Wir wünschen uns, dass wir zusammen mit der DBJT in den nächsten Jahren genügend junge Leute für die Vereine begeistern können, die uns aber auch helfen, unsere Arbeit fortzuführen. Allen Mitgliedern der Jugend- und Trachtengruppen sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen für die geleistete Arbeit. Dank und Anerkennung gebührt auch den Gruppen- und Tanzleitern, den Landesverbänden, dem Bundesverband der Landsmannschaft und der DBJT. An die Landsleute richten wir die Bitte, die Aktivitäten der Gruppen zu unterstützen – in erster Linie durch den Besuch der Veranstaltungen.

 



 04.03.2012 Kulturnachmittag

 in Reutlingen

 

 

 

 

 

 

 Der Vorstand des Kreisverbandes Reutlingen

 

 

 Zum Gedenken an Adam Müller-Guttenbrunn traf sich der Vorstand des Kreisverbandes Reutlingen mit erweitertem Vorstand und Gäste, an der Büste Adam Müller-Guttenbrunn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Christine Neu, Vorsitzende des KV Reutlingen präsentiert das Video:

Stellvertr. Vorsitzender und Kulturbeauftragter des KV Reutlingen,

Dr. A. W. Zawadzki führt durch das Programm

 Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin für Südosteuropa am DZM in Ulm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Latein-Schautanz mit Silke Weinmann und Markus Vogel

 

 

Viele Gäste im Saal !

 

 

 

Interessanter und gelungener Kulturnachmittag in Reutlingen.

 

Die Veranstalter sind zufrieden!

 

 

 

 


04.02.2012 Faschingsball

in Reutlingen-Sondelfingen

 

mit dem "Schwabentrio"

 

 

 

 

 Erster Preis für: "Die Schotten"

 

Zweiter Preis für: "Das Zigeunerpaar"

 

 

 

Dritter Preis für: "Die Indianer"

 

 

 Original Zigeunertracht

 

 

 

 

 . . . gute Partystimmung

 

 

 

 

 

 

Lustig ist das Zigeunerleben 

 

von Brunhilde Forro 

  

Der Kreisverband Reutlingen Landsmannschaft Banater Schwaben hatte am 4.Februar 2012 zum Faschingsball unter dem Motto „Lustig ist das Zigeunerleben“ eingeladen.

Die Vorsitzende Christine Neu begrüßte die zahlreichen Gäste in der Festhalle Sondelfingen, alle Freunde, die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben.

In den Ausführungen von Christine Neu wurde die Faszination der kulturellen Vielfalt der Zigeuner beleuchtet und die Widersprüchlichkeit unserer Einstellung zu den Zigeunern betont. Zigeunerromantik und Naturverbundenheit werden in Schlager, in Volkslieder und in den literarischen Werken der Romantiker besungen.

Mit Vorurteilen begegnen wir den Zigeunern, obwohl wir über keine konkrete Kenntnis ihrer Lebensverhältnisse verfügen. Im Restaurant genießen wir Zigeunerschnitzel, trinken gern „Zigeunerblut“ als Wein und rauchen die Zigarettenmarke „Gitanes“.

Die drei Zigeuner in Lenaus gleichnamigem Gedicht zeigen uns, wie man das Leben verschläft, vergeigt und dreimal verachtet. Für uns wäre ein Verzicht auf Annehmlichkeiten und Anerkennung der bürgerlichen Gesellschaft undenkbar und so träumen wir uns durch das Land der Sehnsüchte, Sehnsucht nach Freiheit, nach Abenteuer, nach fernen Länder, Unabhängigkeit und Glück.

Alle Anwesenden wurden eingeladen einen stimmungsvollen und närrischen Abend zu verbringen, sorglose und lustige Zigeuner zu sein. Vorgestellt wurde die Band, die für die musikalische Unterhaltung sorgte - „Schwaben Trio“ unter der Leitung von Erich Seibert.

Es folgte ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm.

Fast unbemerkt hatten die Zigeuner ihr Lager aufgeschlagen, über dem offenen Feuer hing der Kessel am Dreibein, eine Zigeunerin legte Karten.

Kurze Zeit später tauchten in jedem Winkel des Saals Zigeuner auf, der eine laut, der andere leise. Sie boten Sonnenblumenkerne an, sammelten Flaschen ein und zogen lachend und scherzend mit dem Leiterwagen bis zur Lagerfeuerküche, wo der Kesselflicker seine Arbeit tat. Als die traditionellen Rhythmen erklangen, tanzte die Zigeunerbande mit den dunklen Lockenhaaren dazu. Danke Manfred Klotzbier. Unter seiner Leitung wurde der Zigeunertanz einstudiert.

Die Gäste erfreuten sich an dem bunten Spektakel. Bodenlange Röcke, Hüft- und Kopftücher mit aufgenähten Goldmünzen, glänzende Ohrringe und aufwendige Hüftketten rundeten das Bild ab. Zum Schluss verabschiedete sich die Zigeunergruppe mit dem Volkslied „Lustig ist das Zigeunerleben“, musikalisch begleitet vom Schwaben Trio. Applaus und Lob für die Trachtengruppe, sie präsentierte eine gelungene kulturelle Programmeinlage.

Anschließend erfolgte die Prämierung der schönsten Faschingskostüme. Prämiert wurde Sven Wolf im lustigen Affenkostüm.  Der Indianer, der Maikäfer, alle Kinder im Saal bekamen eine kleine „süsse“ Belohnung.

Bei den Erwachsenen ging der 3. Preis an den  Indianerhäuptling und seine Squaw - das Indianerkostüm ein  Klassiker und immer aktuell. Beeindruckt von der Originalität des wunderschönen feurigen Zigeunerkostüms verlieh die Jury den 2. Preis an die Zigeunerlady und ihren „Zigeuner“-Partner.

Den 1. Preis bekamen zwei Schotten, perfekt ausgestattet mit legendärem Kilt, passender Mütze und Schärpe. Das Geheimnis, was trägt der Schotte unterm Rock, haben auch sie nicht ganz gelüftet.

Mit dem Sonderpreis „Kleiner Feigling“ wurde die Zigeunergruppe mit ihren farbenfrohen Kostümen ausgezeichnet. Zigeunergruppe für einen Abend, das war die Trachtengruppe der Banater Schwaben, Kreisverband Reutlingen.

Brunhilde Forro hatte ein Wissens- und Informationsquiz erstellt. Inhaltlich ging es um gesellschaftspolitische Aspekte, Geschichte, Kultur, Verbands- und Mitgliederorganisationen der Sinti und Roma.

Nach Ablauf der Auswertung der Quizfragebögen gab es bei zwei Kandidatinnen einen Punktegleichstand. Die schnellste und korrekte Antwort auf die Fangfrage von Johann Pless war letztendlich entscheidend. Der Preis, ein Gutschein von Amazon, ging an Frau Magda Gylion.

Für das leibliche Wohl sorgte der Hallenwirt und sein Team. Ab 22.00 Uhr gab es Banater Spezialitäten. Die Leiterin der Backakademie, Susanna Messmer und Adelheid Schuler boten Savarine und Creme Schnitte an.

Im Winter werden die Tage länger gemacht – mit Musik und närrischem Frohsinn. Das Schwaben Trio sorgte für stimmungsvolle Musik. Erinnerungen an früher weckte so mancher Song, z.B. „Marmorstein und Eisen bricht“ oder „Rote Lippen soll man küssen“. Getanzt wurde bis in die frühen Morgenstunden. Jeder durfte ein anderer sein, mit oder ohne Maske, egal, Hauptsache Spaß. Und wer noch nicht genug hatte, folgte der Einladung zum Faschingsball des Verbandes der Siebenbürger Sachsen Reutlingen.

 

 


28.01.2012 Ski- und Wanderausflug

nach Oderstdorf/Allgäu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wander-und Skiausflug des Kreisverbandes Reutlingen

 

von Christine Neu

 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben, organisierte am 28.01.2012 einen Ski-und Wanderausflug nach Oberstdorf ins Allgäu.

Michael Huschitt nahm sich um die Organisation an und kümmerte sich um alle Angelegenheiten für einen reibungslosen Ausflug. Als Kenner dieser Region konnte man Verlaß auf ihn haben.

Um 6 Uhr morgends traf sich die wanderfreudige Mannschaft am ausgemachten Treffort.

Der Bus wartete schon auf uns und Klein und Groß zeigten sich schon morgends früh von der bestgelaunten Seite. Unter den Kindern war der kleinste Mitfahrer erst 3 Jahre alt und bei einer so fröhlichen Gesellschaft machte ihm das früh Aufstehen keine Schwierigkeiten.

Das Frühstück wurde im Bus eingenommen.

Angekommen staunten alle über den vielen Schnee ,den man zu jener Zeit in unserer Region vermisste und die vielen Besucher zum Wochenende.

Oberstdorf ist ein international angesehener Wintersportort mit einer der modernsten und größten Skiflugschanzen der Welt.

Alle Jugendlichen und einzelne Senioren verabschiedeten sich von der restlichen Gruppe und machten sich auf die Skipiste. Viele Bergbahnen und Sessellifte brachten die Wintersportler in luftige Höhen. Unsere geübten Wintersportler trafen sich nach jeder Abfahrt, um als Gruppe viel Spaß zu geniessen.

Die Wanderfreudigen gleiteten mit ihren Schlitten auf den von unserem Reiseführer Michael vorgeschlagenen Wege und fanden weiße Landschaften und erholsame Ruhe, weg von der Drahtseilbahn und dem Skigetummel. Der Kurort Oberstdorf umschlossen von Bergen mit zum Teils über 2500 Meter Höhe ist ein hervorragendes Urlaubsziel.

Unser Wanderweg verlief entlang eines Baches, vorbei an mehreren Bauernhäuser, die auch im Winter an der Landluft zu erkennen waren. Für die Kinder gab es einige Rodelplätze, die die Gruppe zum ausschnaufen nutzte.

Der Weg war für manche ein Ruhepol, aber unsere lustige Kindergruppe hatte viel Spaß zusammen und genossen ausgelassen die Rastpausen, andere wiederum hatten sich viel zu erzählen und bewunderten trotzdem die Landschaft. Dabei gab es viele Gelegenheiten um beeindruckende Bilder als Erinnerung zu fotographieren.

Angekommen an der hohen Skipiste beschloß die Gruppe mit einem Aufzug die Abfahrtsschanze hochzufahren. In schwindelerregender Höhe war jedes Foto in dieser Landschaft ein Genuß. Leider war eine Weitsicht wegen Nebels nicht möglich und man begnügte sich mit dem Erlebnis als Nichtskifahrer auf einer Abfahrtspiste zu stehen.

Gemütliches Beisammensein, ein zünftiges Mittagessen und schöne Aussicht auf die Abfahrtsschanze war uns geboten.

Die Stubenwärme tat auch den Kleinsten gut und plötzlich hatten alle rot gefärbte Bäckchen. Irgendwie ging es auf dem Rückweg nicht mehr so schnell vorran und man sammelte die letzten Eindrücke. An unserem Reisebus angekommen, warteten schon unsere Skifahrer und berichteten von ihren Erlebnissen.

Es gab viel zu erzählen, zu lachen, es wurde gesungen und es war eine heitere Stimmung auf dem Rückweg.

Einstimmig wurde beschlossen, daß solche gemeinsame Ausflüge in Zukunft nicht zu kurz kommen sollten.

Michael Huschitt wurde dankend beauftragt auch den nächsten gemeinsamen Ski-und Wandertag zu organisieren.