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2016 Weihnachtsfeier
 

 

       

 

     

 

     

 

     
    

 

 

     
     

 

     
    

 

 

     

 

     

 

 

 

   

 

 

     

 

 

 

 

Reutlinger Stadtfest

Fr, 27. bis Sa, 28. Juni 2014
Freitag von 18 Uhr bis 1 Uhr
Samstag von 11 Uhr bis 1 Uhr

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KV der Banater Schwaben Reutlingen - Verkaufsstand 10 (Fr. und Sa.)

Volkstänze der Trachtengruppe (Sa.) - Marktplatz 12:45 - 13:00

Albtorplatz  14:30 - 14:45  Kanzleiplatz 17:05 - 17:20

 

2014 - Heimattag in Ulm

Samstag, 7. Juni 2014

10.00 Uhr - Auftritt der Banater Trachtengruppen

 

Tanzgruppen:                                      

   Reutlingen, Nürnberg und

   Banater Rosmarein aus  Temeswar                            Musikalische Begleitung:              

   Weinbergmusikanten aus Metzingen                                                                                                

Pfingstsonntag, 8. Juni 2014

Ulm-Donauhalle, Ulmer Messegelände

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Auf der "Zeitreise" der DBJT mit dabei: BanaterTheatergruppe  Reutlingen

   

 

17. Mai 2014 Wallfahrt

Die Wallfahrtskirche nach den Anfangsworten des Biblischen Grußes "Ave Maria" genannt, wurde in den Jahren 1716 - 1718 erbaut. Sie ist ein Kleinod des deutschen Spätbarocks. Von mächtigen Linden umstanden, fügt sie sich mit der Umgebung zu einem Landschaftsbild von seltenem Reiz. Prunkstück von Ave Maria ist ihr Hochaltar. Der Menschheitsbaum, von der Sünde verwundet, aber nicht bis in seine Wurzeln vernichtet, bringt als eigentliche Krone die Frau hervor, die mit ihrem Fuß den Kopf der Schlange zertritt. mehr

  

 

Sonntag 11.5.2014

Büffelfest

mit Blasmusik der Siebenbürger-Sachsen

Siebenbürger und Banater Spezialitäten, 72531 Ödenwaldstetten

 

 

Gottesdienst und Maiandacht

in der St. Peter und Paul Kirche, Reutlingen

mit Diakon Radu Thuma (Dr.-Ing.), stellv. Vorsitzender         

des Kreisverbandes der Banater Schwaben Reutlingen    

 

 

22. März bis 23. Mai Ausstellung "Landschaften"

VHS, 68723 Schwetzingen

Die Landschaften zeigen keine direkten Abbildungen einer Gegend, sondern sind eher Momentaufnahmen, die dem Betrachter seine eigene Sichtweise und Empfindungen in die Landschaft legen können. mehr

Vernissage: Dr. Fred Zawadzki zeigt in der VHS seine Bilder im Stil einer Gouache / Teilerlös aus dem Verkauf der Bilder geht an den „Leo Club“

Fred Zawadzki, eigentlich Dr. Waldemar Alfred Zawadzki, geb. 19.09.1958 in Temeschburg. Der gebürtige Banater Schwabe ist Zahnarzt und praktiziert in seiner eigenen Zahnarztpraxis.

Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Nebst Zahnmedizin hat Fred Zawadzki auch Malerei und Graphik an der Axel Anderson Akademie, Kunstschule Paris studiert und stellt seine Gemälde seit 1993 ein bis zweimal im Jahr aus. mehr..

 

1. Mai - Grillfest

mit der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen

mit Mici, mit Langosch, mit Dobosch etc.

 

Wenn Ihr dabei sein wollt, dann macht Euch auf den Weg: Getränkemarkt FRO, Reichenbachstr. 56,

72766 RT-Sondelfingen, Beginn: 10:00 Uhr

 

 

  

Mit Jubiläumsfeier

5 Jahre  Banater Trachtengruppe Reutlingen

Sonne oder Regen - gute Laune gibt es immer!

 

 

 

 

Pilgerpfad Ave Maria Deggingen

Ostern

Die Weitergabe des Oster-glaubens haben viele Eltern und Großeltern, Seelsorger und Lehrer in allen Generationen versucht. Auch die Vertriebenen haben diesen Glauben tapfer weitergegeben, obwohl ihnen nicht immer nach Osterfreude zumute war. Wer es aber geschafft hatte, den Abgrund des Grabes und die Hoffnungslosigkeit zu überwinden, der hatte für sich und seine Mitmenschen einen großen Schatz bewahrt und konnte ihn weitergeben. Das Halleluja war ihm möglich, wenn ihm auch das „Miserere“ des Karfreitags in Erinnerung blieb. mehr

 

 

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche

Am Palmsonntag wird des festlichen Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Die Palmenweihe gehörte früher zu den heidnischen Ostergebräuchen. Der Brauch der Prozession am Palmsonntag ist bereits seit dem 8. Jhd. bekannt.  mehr

Es war ein Tag der Freude für die Stadt Jerusalem und für das Volk aus dem Umland. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf den Straßen aus und jubelten ihm mit Zweigen zu. Beim Evangelisten Lukas lesen wir, dass die Jünger erfüllt von Freude gegen den Willen der Pharisäer und Schriftgelehrten ihrem Meister huldigten und laut riefen: „Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn.“ Die Freude des Palmsonntags (Einzug in Jerusalem) hat nicht lange angehalten. So schnell hat sich die Stimmung und das Gemüt des Volkes, aber auch der treuen Anhänger und Freunde Jesu gewendet. mehr

 

Der Kreisverband Reutlingen wünscht allen Besuchern
 

besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Start
in das Neue Jahr 2014.

 

 



 

 7. 12.2013
Betzinger Weihnachtsmarkt rund um die Mauritiuskirche
Die Banater Jugend heißt Sie herzlich willkommen!

 

 


 

8. 12.2013

Liebe Banater Schwaben, liebe Freunde! 

 Hiermit laden wir Sie ganz herzlich zu unserer Weihnachtsfeier ein.

 


 

Herzliche Einladung zu unserem diesjährigen Oktoberfest mit Dirndlparade

 

 

 

 

 

 

 

 Sa. 26.10.13 um 19:00 Uhr

Oktoberfest mit Dirndlparade

 

Oktoberfest mit Dirndlparade Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben, lädt am Samstag, dem 26. Oktober, zum Oktoberfest mit Dirndlparade ein. Die Veranstaltung findet in der Turn-und Festhalle in der Tannheimerstr. 9, 72768 Rommelsbach/Reutlingen statt und beginnt um 19:00 Uhr. Die musikalische Umrahmung übernimmt die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen unter Leitung von Johann Frühwald. Das Programm umfasst verschiedene Vorführtänze der Banater Trachtengruppe Reutlingen, Spiele mit viel Gaudi und Prämierungen sowie die Kür der Reutlinger Dirndlkönigin 2013. Ab 21:00 Uhr sorgt die durch Rundfunk-und Fernsehen bekannte Band " Die Primtaler" mit fetziger Partymusik für Oktoberfest-Stimmung. Die Banater Backakademie wird wieder leckere Spezialitäten anbieten. Die Veranstalter freuen sich auf viele Gäste. 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

30.03.13

Man kann Ostern überhaupt nur im Glauben feiern

Von: Martin Roos, Bischof von Temeswar

 

Brüder und Schwestern im Glauben,

Ostern feiern wir heuer im Jahr des Glaubens. Man kann Ostern überhaupt nur im Glauben feiern. Doch hat der Glaube auch seine Schwierigkeiten, eine der ganz großen ist dabei das Leiden selbst. Diese Erfahrung haben auch die Jünger schon gemacht, die sich gefragt haben, warum der Erlöser am Kreuz sterben mußte, ohne daß Gott eingegriffen hat.

Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus besprachen gerade auch diese Frage, als sich der Fremde ihnen zugesellte, mit ihnen sprach und ihnen - so heißt es - den Sinn der Schrift erschloß (Lk 24, 12). Die Antwort, die die beiden erhielten, gibt uns heute noch zu denken und eröffnet neue Perspektiven: Mußte nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? (Lk 24, 26)

Es ist zumindest ungewohnt und wohl auch schwer genug dieses Wort anzunehmen, erst recht, wenn das Leiden nach uns selbst greift. Und doch behält das Wort des Auferstandenen recht: Denn Leiden und erst recht das Leiden Christi hat erlösende, befreiende, heilende Kraft für uns alle. Daher haben wir allein Grund, das Leiden Christi – und damit jedes christlich getragene Leiden – zu feiern. Nicht Trauer sondern Freude ist daher der Tenor des Karfreitags, und das wegen des Ostermorgens, wegen der Auferstehung Christi in Herrlichkeit.

Christus hat Kreuz und leiden auf sich genommen und ging uns darin voraus. Wir brauchen nur noch in seine Fußstapfen zu treten und ihm nachzufolgen. Daher ist uns allen seine Auferstehung Verheißung und Grund zur Hoffnung. Lassen wir uns durch die Feier dieser Tage im Glauben neu bestärken und folgen wir dem Heiland, der uns ebenfalls durch Kreuz und Leiden zur Herrlichkeit der Auferstehung führen will.

Gesegnete Ostertage allen, die im Glauben an den Gekreuzigten und Auferstandenen mit uns zusammen vereint diese Tage der Gnade begehen.

Temeswar, Ostern 2013

 

 

+ Martin

Bischof von Temeswar 

Ostergedicht

 

 

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht!

 

 

                                                    

 Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben wünscht Ihnen und Ihrer Familie ein:

 " Frohes Osterfest"

 

 

 

   

 

 


Der Palmsonntag ist der Sonntag vor dem Ostersonntag und der Beginn der Karwoche.Christliche Feste: Palmsonntag

Zentrales Thema des Palmsonntags ist die christliche Vorstellung vom Einzug des Jesus von Nazareth in Jerusalem, wo er als Messias und Erlöser gefeiert worden sein soll. Schriftliche Grundlage des Palmsonntags sind die folgenden Bibelstellen:

  • Matthäus 21,1 ff
  • Markus 11,1 ff
  • Lukas 19,28 ff
  • Johannes 12,12 ff.

In der katholischen Kirche wird feierlich ein Kreuz in die Kirche getragen. Die Messdiener, die diese Prozession begleiten tragen geweihte Palmenzweige, hierzulande in der Regel Buchsbaumzweige in ihren Händen. Diese werden von den Gläubigen nach dem Gottesdienst mit nach Hause genommen werden.

Die Palmweihe zu Palmsonntag ist seit dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung nachweisbar. Mangels Palmen werden in Deutschland, wie schon oben gesagt, Buchsbaum-Zweige, Weidenkätzchen oder oder auch Wacholder-Zweige geweiht. Nach dem Volksglauben schützen diese geweihten Zweige vor Unglück.

Im Bereich der Byzantinischen Kirche finden an diesem Tag Prozessionen statt, eine Tradition, die bis in das 4. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung zurückgeht. In Deutschland lassen sich seit dem 11. Jahrhundert Palmsonntags-Prozessionen nachweisen.

Seit der Kalenderreform der Katholischen Kirche im Jahr 1969 heißt der Palmsonntag "Dominica in palmis de passione domini" (Palmsonntag vom Leiden des Herren).Die Karwoche

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Das ist der Sonntag, der dem Ostersonntag vorangeht. Dabei leitet sich "Kar" von "Kara" ab, dem althochdeutschen Wort für "Wehklage". Sie ist Teil des Osterfestkreises

Die katholische Kirche nennt diese Woche auch "stille Woche". Zentrales Thema der Karwoche ist die Passionsgeschichte (Leidensgeschichte) des Jesus von Nazareth.

Die wichtigsten Stationen der Karwoche sind:

 

 

 

Christliche Feste: Gründonnerstag

Der Gründonnerstag wird in den christlichen Kirchen seit 1500 Jahren gefeiert. Der Name Gründonnerstag, der Donnerstag der Karwoche, leitet sich nicht von der Farbe grün ab, sondern von "greinen", was soviel wie "trauern" oder "weinen" bedeutet.

Verbunden mit der Farbe grün, die in der Farbensymbolik als Symbol des Lebens, der Hoffnung und auch der Fruchtbarkeit gilt, ist er dennoch. Dies schlägt sich in manchen Gegenden oder Familien - wo oder in denen nicht gefastet wird - auch auf die Farbe der Speisen nieder. So sind zum Beispiel: Kräutersuppen oder Grünkohl typische Gerichte für den Gründonnerstag.

  • Die Themen des Gottesdienstes, in dem die weiße Kleidung dominiert, ist
  • die Fußwaschung Jesu, die zunächst als Wortgottesdienst verlesen wird und anschließend das Waschen der Füße von zwölf Gliedern der Gemeinde und
  • die Eucharistiefeier, die an das letzte Abendmahl erinnert, mit dem Wortlaut: "Am Abend vor seinem Leiden - das ist heute - nahm Jesus das Brot" Am Ende des Gottesdienstes wird der Hauptalter der katholischen Kirchen von jedem Schmuck (Blumen, Kerzen usw.) leer geräumt.

Teil der Riten und Zeremonien der katholischen Kirche zu Gründonnerstag ist die Weihe von Chrisam, einer Mischung aus Olivenöl und verschiedenen Duftstoffen, das in der Chrisam-Messe durch einen Bischof geweiht wird. Verwendet wird Chrisam bei Salbungen der Taufe, bei Firmungen und bei der Bischofs- und Priesterweihe aber auch bei der Weihe von Altären, Kirchen und Glocken.

In den evangelischen Kirchen wird der Gründonnerstag weniger aufwändig gefeiert und besteht vor allem in einem Abendmahlsgottesdienst. Zu beachten ist jedoch die liturgische Erneuerungsbewegung innerhalb der evangelischen Kirchen, die sich für eine stärkere rituelle Würdigung des Gründonnerstags aussprechen.

Im Mittelalter war der Gründonnerstag auch unter dem Namen Antlasstag bekannt, was sich von "Ablass" ableitet - also dem Erlass der Strafe für begangene Sünden. Zu Gründonnerstag wurden bestrafte Sünder wieder in die Gemeinde aufgenommen.

Ein weit verbreiteter Brauch zu Gründonnerstag war das Sammeln von Kräutern, denen eine besondere Heilkraft zugesprochen wurde. Sie wurden mit Blumen zu dem Antlasskranz geflochten, der bis zum Erntedankfest zusammen mit den Antlasseiern aufbewahrt wurde.

Diese Antlasseier waren Eier, die am Gründonnerstag gelegt wurden. Auch ihnen wurde besondere Heilkraft zugesprochen und sie waren vor allem für die Eierweihe sehr beliebt.

 

 

Christliche Feste und Feiertage: Karfreitag

Der Karfreitag ist nach christlichem Glauben der Sterbetag des Jesus von Nazareth. Der Gottesdienst findet in den katholischen Kirchen um 15 Uhr statt, da diese Zeit als Sterbestunde Jesu angesehen wird.

Die liturgische Farbe dieses Tages ist rot. Verlesen wird die Passionsgeschichte und die Gläubigen knien an der Stelle, wo vom Tod Jesu berichtet wird hin. Ein Kreuz wird durch die Kirche getragen und aufgestellt, die Gläubigen treten vor dieses Kreuz und verneigen sich.

Zentrales Thema von Karfreitag ist der Kreuzweg mit den folgenden 14 Stationen (Quelle: theology.de):

  1. Jesus wird zum Tode verurteilt
  2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
  3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
  4. Jesus begegnet seiner Mutter
  5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
  6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
  7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
  8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
  9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
  10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
  11. Jesus wird ans Kreuz genagelt
  12. Jesus stirbt am Kreuz
  13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
  14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

Der Tag nach Karfreitag heißt im übrigen Karsamstag und nicht Ostersamstag.

 

Christliche Feste: Ostern

Das Osterfest, ein bewegliches Fest, ist das älteste und bedeutendste Fest des Christentum. Die Riten, Bräuche und Symbole des Osterfestes, wie der Osterhase, das Färben von Ostereiern oder das Schlachten von Osterlämmern, sind keine Besonderheiten des Abendlandes.

Das Osterfest wurde 325 auf dem Konzil von Nizäa eingerichtet, wo auch der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond als Termin bestimmt wurde. Über Herkunft und Geschichte des Osterfestes sowie des Wortes "Ostern" gibt es unterschiedliche Theorien. Nach christlicher Lehre leitet sich das Wort "Ostern" von "Osten" ab, der Himmelsrichtung, aus der man die Rückkehr Jesus' erwartete.

Andere leiten das Wort und das Fest von der angelsächsischen Fruchtbarkeitsgöttin Eostre bzw. der gemanischen Liebesgöttin Ostara ab. Das zugehörige Tier dieser Göttin - der man u.a. Eier opferte - war der Hase, eines der Fruchtbarkeitssymbole schlechthin.

Alexander Hislop, der den Ursprung des Festes in der babylonisch-assyrischen Kultur sieht, drückt sich in seinem Buch The Two Babylons wie folgt aus:

"Was bedeutet der Ausdruck Ostern überhaupt? Er ist kein christlicher Name. Man erkennt seinen chaldäischen Ursprung auf den ersten Blick. Ostern ist nichts anderes als Astarte, einer der Titel der Beltis, der Himmelskönigin, deren Name ..., den Layard auf assyrischen Denkmälern fand, ... Ischtar [ist]...Das ist die Geschichte des Osterfestes."

Osterlamm

Das Schlachten von Osterlämmern entstand wahrscheinlich aus dem Ritual des Judentums, anlässlich des Passahfestes Lämmer zu schlachten und im europäischen Altertum gehörte das Lamm zu den häufigsten Opfertieren. Im Christentum symbolisiert das Lamm den Christus, der sich für die Sünden der Welt opferte; im Judentum verweist das Lamm auf den kommenden Messias. In der christlichen Kunst und Symbolik wird das Lamm zusammen mit anderen Symbolen häufig verwendet. Dort symbolisiert es unter anderem die Kirche und die vier Evangelien. Einigen christlichen Heiligen, wie der Heiligen Agnes und Johannes dem Täufer, wurde das Lamm als Attribut beigesellt und symbolisiert Unschuld und Reinheit.

Ostereier

Die Tradition des Ostereierfärbens ist spätestens seit dem 12. Jahrhundert belegt, jedoch wurden bereits in sumerischen und - zeitlich später - in römischen Gräbern gefärbte Eier als Grabbeigaben verwendet. Das Ei ist ein weit verbreitetes Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und spielte in Europa bereits vor der christlichen Missionierung eine wichtige Rolle. Das Ei spielt auch in vielen Mythen von der Entstehung der Welt eine wichtige Rolle. Das Welten-Ei wird in hinduistischen, ägyptischen, chinesischen, griechischen Mythen ebenso erwähnt, wie in Japan, Finnland und auf den Fidschi-Inseln. In der indischen Schrift "Vishnu-purana" heißt es:

"Dieses riesige Ei, das sich aus den Elementen zusammensetzte und auf den Wassern ruhte, war die vollendete natürliche Wohnstatt Vishnus in Gestalt Brahmas ... In diesem Ei befanden sich die Kontinente, die Meere und die Berge, die Planeten und die Grenzen des Universums, die Götter, die Dämonen und die Menschheit."

Hase und Osterhase

Der Hase gehört ebenso zum Osterfest, wie Osterlämmer und Ostereier. Im Judentum gehört der Hase gemäß den Schriften des Alten Testaments zu den unreinen Tieren und auch das frühe Christentum tat sich mit dem Hasen schwer. Wohl aufgrund seiner Fruchtbarkeit wurde er zum Beispiel in den Schriften des Heiligen Barnabas regelrecht verdammt.

In der nordamerikanischen Mythologie gelten Hasen jedoch als Kulturbringer und die alte slawische Religion kannte den Hasengott Medein. Die Existenz der hasenköpfigen germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Oestra bzw. Eostrens, nach der Ostern benannt sein soll, wird von den einen ebenso vehement verteidigt, wie sie von den anderen bestritten wird. Klar ist aber, dass der Hase zu der Gruppe der Fruchtbarkeitssymbole gehört. Eine Symbolik, die durch die Vorstellung vom eierlegenden bzw. bringenden Osterhasen noch einmal verstärkt wird.

Im Übrigen erwähnen nicht nur europäische Fabeln den Hasen. Hasengeschichten sind auch in anderen Ländern bekannt und beliebt.

 

 

 

 


19.02.13

Termine der Landsmannschaft der Banater Schwaben 2013

 

 

Verbandstagung in Frankenthal

Die traditionelle Verbandstagung der Landsmannschaft der Banater Schwaben findet am 9. und 10. März im Donauschwabenhaus in Frankenthal statt. Hierzu sind die Vorsitzenden der Landes-, Kreis- und Ortsverbände der Landsmannschaft sowie die Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaften eingeladen. Das Tagungsprogramm wird konkrete Fragen der landsmannschaftlichen Arbeit be-rücksichtigen und die Möglichkeit bieten, Fragen des Verbandslebens im Sinne eines konstruktiven Informations- und Erfahrungsaustausches zu erörtern. Das Abendprogramm wird von den Banater Trachtengruppen und dem Chor der Donaudeutschen Landsmannschaft Frankenthal bestritten.

Kultur- und Heimattage der Banater Schwaben in Landshut

Die 17. Kultur- und Heimattage der Banater Schwaben in Bayern finden in Landshut statt. Hauptveranstaltungstag ist der 11. Mai. Vorgesehen sind eine Autorenlesung mit Johann Lippet, eine Banat-Ausstellung, ein klassisches Konzert, Trachtenumzug, Heilige Messe und ein Abendprogramm in den Bernlocher Sälen.

Heimattage der Deutschen im Banat in Temeswar

An den Heimattagen der Deutschen im Banat, die vom 24. bis 26. Mai in Temeswar unter der Regie des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat stattfinden, werden die Banater Trachtengruppen aus Karlsruhe und Frankenthal sowie die Weinbergmusikanten teilnehmen.

Landestrachtenfest, Großer Schwabenball und Volkstanzfestival in Göppingen

In der Stadthalle Göppingen findet am 15. Juni das Landestrachtenfest mit Großem Schwabenball statt. Gleichzeitig wird das traditionelle Volkstanzfestival des Landesverbandes Baden-Württemberg ausgerichtet.

Deutsche Wallfahrt nach Maria Radna

Die Diözese Temeswar organisiert unter Beteiligung der Landsmannschaft der Banater Schwaben am 2. August die dritte Deutsche Wallfahrt nach Maria Radna.

Bundestreffen der Banater Chöre in Gersthofen

Das 16. Bundestreffen der Banater Chöre und Singgemeinschaften wird am 6. Oktober in der Stadthalle Gersthofen ausgetragen.

 

 

Kulturnachmittag in Reutlingen

 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben veranstaltet am 3. März, gemeinsam mit der HOG Temeschburg und der HOG Jahrmarkt seinen traditionellen Kulturnachmittag.

 

Dieser findet im Cafe-Restaurant Schwarz-Weiß( Marie-Curie-Str. 24, Dienstleistungspark Orschel-Hagen) in Reutlingen statt und beginnt um 14:00Uhr.

 


Davor legt der Kreisverband am Adam-Müller-Guttenbrunn-Denkmal eine Blumenschale nieder.

Die Landsleute werden gebeten, sich um 13:00 Uhr am Denkmal einzufinden.

Durch das Kulturprogramm wird der Vorsitzende der HOG Temeschburg, Dr. Alfred Waldemar Zawadzki führen. Es umfasst zunächst eine Würdigung des Schriftstellers, Journalisten, Theaterdirektors und Kulturpolitikers Adam-Müller-Guttenbrunn durch Luzian Geier.

Danach folgt eine musikalische Einlage des bekannten Trompeters Helmut Kassner und seines Sohnes Lukas.

Begrüssen dürfen wir anschliessend den 1953 in der Baragan-Steppe geborenen und in Sackelhausen aufgewachsenen Schriftsteller Gerhard Ortinau. Er gehörte der bekannten "Aktionsgruppe Banat" an.

Der heutein Berlin lebende Autor wird aus seiner Prosa und Lyrik lesen und in einem Gespräch über sein Werk und seine Erfahrungen als Autor im kommunistischen Rumänien, wie auch später in Deutschland berichten.

 

Gerhard Ortinau wird von Dr. Walter Engel vorgestellt, der auch das anschliessende Gespräch moderieren wird.

Der Vorstand


 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben wünscht Ihnen und Ihrer Familie:

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Das Fest der Hoffnung und des Lichtes

Das Fest der Hoffnung und des Lichtes
Es rückt nun näher Tag für Tag
Geborgenheit und Glück verspricht es
Vertrauen, was auch kommen mag

Legt ab die Hast, besinnt euch wieder
Was dieses Fest im Ursprung war
Es strahlte einst ein Stern hernieder
Er leuchtet seitdem immerdar

Er will uns wärmen, Hoffnung geben
Und säen frohe Zuversicht
In jedes Erdenmenschen Leben
Vergessen wir die Botschaft nicht

Vor lauter Jagd nach den Geschenken
In Unrast und Geschäftigkeit
Vor lauter kurzem Alltagsdenken
Vor lauter Lärm und Heftigkeit

Vor lauter Glanz und lauter Flimmer
Und herrlichem Geschenkpapier
Vor heimeligen Kerzenschimmer
Vor lauter Fernsehspaß beim Bier

Gedenket jener hier auf Erden
Die auf der Schattenseite sind
Der Alten, Schwachen, Ausgezehrten
Der Mutter mit dem kranken Kind

Lasst dieses Fest vor allen Dingen
Ein Fest euch der Besinnung sein
Und Frieden in die Herzen bringen
Und mit ihm Kraft, um zu verzeihn.

 


 

 

 

 Weihnachtswünsche

Was ich so für Wünsche hätte
Fragte man mich wieder mal
Diese eigentlich sehr nette
Frage wird mir fast zur Qual

Freilich gibt es schöne Sachen
In den Läden ringsumher
Doch ob die mich glücklich machen
Daran zweifle ich doch sehr

Was mir wirklich wichtig wäre
Gibt es nicht für alles Geld
Was am meisten ich entbehre
Schenkt mir niemand auf der Welt

Etwas weniger an Kälte
Etwas mehr an Harmonie
Das ist es, woran´s mir fehlte
Einfühlung und Sympathie

Weniger beschränktes Denken
Auch, wenn es recht schwierig ist
Großmut, um auch einzulenken
Mehr Vernunft bei einem Zwist

Nicht nur über andre klagen
Die ja noch viel schlimmer sind
Sich auch selbst mal hinterfragen
Da sind viele völlig blind

Selbsterkenntnis, schön in Maßen
Wie es jedem gut entspricht
All zu viel da zuzulassen
Das vertrüge mancher nicht

In den Augen and´rer Leute
Bin ich vielleicht auch so´n Fall
Dann wünsch ich mir hier und heute
Einsicht ein ums and´re Mal

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachten im Internet

 

 alle surfen ohne Brett

 schicken sich per Mail den Gruss

 das ist der Weisheit letzter Schluss.

 

 So muss der Weihnachtsmann beizeiten

 durch Netze in Computer gleiten

 und wenn ein Kind nicht artig war

 ist schwups, ein dicker Virus da.

 

 Dann saust man durch die Suchmaschine

 tippt ein das Wort mit ernster Miene

 beim Suchbegriff, der Weihnachtsmann

 zeigt sie gleich tausend Seiten an.

 

 Nun habe ich die Qual der Wahl

 versuche es sogleich noch mal

 doch wird die Anzahl immer mehr

 erzeugt in mir gleich Gegenwehr.

 

 Da schwirren Engel, Schlitten, Glocken

 es blinkt, da bleibt kein Auge trocken

 und auch viel Seiten kann man sehn

 versuchen dir was anzudrehn.

 

 Geschenke werden komprimiert

 und immer ist der angeschmiert

 der nicht den Wunsch per E-Mail sendet

 ich hoffe nicht, dass es so endet!

 

 

 

 


 

 

Weihnachtsmarkt in Reutlingen

 

 

Am Samstag, den 22.12.2012 ist der Kreisverband Reutlingen mit der Banater Backakademie und der Trachtengruppe Banater Schwaben auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.

Im Häuschen 65 bieten wir euch von 10:30 bis 20:30 Banater Spezialitäten an.

Ab 17:00Uhr spielt Helmut Kassner mit seinen Musikanten Weihnachtslieder!

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 


 

Weihnachtsfeier

 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben
lädt am 15.12. 2012 alle Banater Schwaben und deren Freunde
zur Weihnachtsfeier mit Jahresabschlußfeier ein.
Die Veranstaltung findet in der Turn-und Festhalle in der
Wankheimer Str. 10 72127 Mähringen statt und beginnt um 16:00Uhr.
Das vielversprechende Programm umfaßt Weihnachtslieder- Gedichte, ein Weihnachtstheater und eine Power-Point Präsentation wird das Jahr 2012 mit seinen zahlreichen aktivitäten Revue passieren.
So manche Überraschung wird es geben und der Weihnachtsmann wird auch dieses Jahr mit seinen Geschenken Einkehr halten.
Nach der Bescherung wird das Neppendorfer „Duo Riff“, Kurt und Melitta Bartesch uns ab 20:00 Uhr in Feierlaune versetzen.
Die Banater Backakademie sorgt für das Wohl der Gäste und die Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen hat die Organisation des Festes inne.
Wir freuen uns, viele Gäste begrüssen zu dürfen!
 

 

Der Vorstand


 

 

 

 

 

 

 Betzinger Weihnachtsmarkt

 

 Am 1. Dezember 2012 von 14:00-22:00 Uhr

ist zum 1. Mal der Kreisverband Reutlingen Landsmannschaft der Banater Schwaben auf dem Betzinger Weihnachtsmarkt und wird von der Banater Jugend Reutlingen vertreten.

 

Es werden Banater Bratwürste, traditioneller Mohn-und Nussstrudel , Plätzchen und Glühwein angeboten.

 

Der Erlös des Verkaufs geht an die Banater Jugend Reutlingen für Vereinsjugendarbeit.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bedanken uns für die Unterstützung !

   

  

Adventsbasteln in Reutlingen  

 Zum traditionellen Adventsbasteln lädt der Kreisverband Reutlingen, Landsmannsschaft der Banater Schwaben am 24. November 2012 um 14:00 in den Gemeindesaal der St. Elisabethkirche in Sondelfingen ein.

Grüngut wird seitens des Kreisverbandes gestellt. Mitzubringen sind gute Laune, Freude am Basteln, Kreativität, eigenes Dekorationsmaterial und Bastelutensilien.

Für Kuchenspenden sind wir dankbar.

Wir freuen uns, Sie begrüssen zu dürfen

Eveline Wolf und Gerda Antretter,

Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben

 

 


 

  Herbstfest mit Brauchtumsvorstellung

  Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben,

lädt zum diesjährigen Herbstfest in den Gemeindesaal der St. Andreas Kirche nach Orschel-Hagen ein. Die Veranstaltung findet am

4. November 2012 statt und beginnt um 14:30 Uhr

 Programm:

 

       14:30 Begrüßung durch die Vorsitzende: Frau Christine Neu

     Herr Johann Pless, Brauchtumsbeauftragter des KV Reutlingen, führt durch das Programm

      Ehrungen

     Gedichtevortrag von Frau Margaretha Mayer Lehrerin i.R.

      Filmvortrag: „Das Banat“

 

Pause

 

      Brauchtumsvorstellung: „Die Wandmalerei im Banat“ präsentiert von Herr Michael Wolf und Herr Mathias Possler

      Kunstmalerei: vorgestellt von dem Künstler Fred Zawadzki

·       Theaterstück: „Die groß‘ Molerei“

      Musikalische Gestaltung des Herbstfestes: Sanktannaer Landsleute: Richard Zimmermann, Robert Raab und Christian Ackermann

 

Die Banater Backakademie Reutlingen unter Leitung von Susanna Messmer und die Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen sorgen für das Wohl der Gäste!

 

Seid herzlich willkommen!

 

 


 

 

 

 

  Eines Morgens wachst du nicht mehr auf,
die Vögel aber singen wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf.
- Nur du bist fort gegangen -
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.


Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

 

 Wenn die Zeit vollendet ist und ein lieber Mensch von uns geht, verliert die Sonne ihren wärmenden Schein und wir trauern in der Dunkelheit dieser lichtlosen Tage.
In stiller Anteilnahme verkünden wir den Verlust von Johann Gylion, langjährigem KV Mitglied und Mitglied der Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen.

 

Die Beerdigung findet am Montag, den 29.10.2012 um 14:00 Uhr auf dem Friedhof Römerschanze/Reutlingen statt.

 

 

 

 

 

 

 


 

27.10.2012 Oktoberfest in Reutlingen

 

 

 

Der Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben,

lädt zum Oktoberfest mit Dirndl-Parade ein.


Veranstaltungort: Wittumhalle, Wittumstr. 39, 72768 Reutlingen

im Stadtteil Rommelsbach


 Beginn: 20.00 Uhr


Das Oktoberfest wird mit zünftiger

Blasmusik der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen

eröffnet, gefolgt von einer großartigen Dirndlparade, Vorführtänze und Prämierungen der schönsten Dirndl.
 

Ab 22:00 Uhr sorgt die Dynamik Band für die gute Stimmung im Saal.


Wir freuen uns auf das 1. Oktoberfest in Reutlingen und heißen alle „Willkommen!“

 


 

 

Einladung zum Volkstanzfestival 2012 in Spaichingen

 

 

 


 

 

 

15. September 2012

10 000 Euro Entschädigung für Zwangsarbeit in Russland

Das Tribunal Bukarest hat durch ein am 22. August 2012 zugestelltes Urteil einer im Januar 1945 für fünf Jahre zu Zwangsarbeit nach Russland verschleppten Siebenbürger Sächsin 10 000 Euro Entschädigung zu Lasten des rumänischen Staates zugesprochen (Urteil 441/2012 in der Akte 52663/3/2010). Die Generalstaatsanwaltschaft Rumäniens strebt eine allgemeine Klärung der nicht einheitlichen Rechtsprechung der Gerichte an und erhebt „Rekurs im Interesse des Gesetzes“ vor dem Obersten Gerichtshof des Landes.

In einer umfassend begründeten Entscheidung des für Betroffene mit Wohnsitz im Ausland zuständigen Tribunals in Bukarest wurde erneut festgestellt, dass die Verschleppung rumänischer Staatsangehöriger deutscher Volkszugehörigkeit durch die Behörden des rumänischen Staates im Januar 1945 zu Zwangsarbeit nach Russland eine politische Verfolgung im Verantwortungsbereich des rumänischen Staates darstellt. Gleichzeitig wurde der rumänische Staat verpflichtet, der Betroffenen „10 000 Euro für nicht materielle Schäden, zahlbar als Gegenwert in Lei zum Zeitpunkt der Auszahlung“ zu zahlen. Gegen diese Entscheidung kann der rumänische Staat Rechtsmittel einlegen. Nach bisher oft ablehnenden Entscheidungen (vgl. „Entschädigung politischer Verfolgung“) stellt dieses Urteil eine positive Abweichung dar und bestätigt eine Haftung des Staates für derartiges Unrecht und den Vorrang von europäischem Recht nach der Aufhebung der entsprechenden Zahlvorschrift (Art. 5 Abs. 1 des Gesetzes 221/2009) durch das rumänische Verfassungsgericht (s. „Entschädigungsrecht neu beurteilt“).

In seiner Begründung betonte das Gericht, dass der hier vorliegende Angriff auf „die Freiheit einer Person als vom Gesetz geschützter gesellschaftlicher Wert“ eine Verletzung der Menschenwürde darstelle, die den Staat als Urheber dieser Verletzung zum Schadensersatz verpflichte. Gleichzeitig bestätigte das Gericht die Verantwortung des rumänischen Staates für diese Maßnahme. Damit verwarf es den Einwand der Staatsanwaltschaft, die Maßnahme sei nicht von Organen des rumänischen Staates durchgeführt worden, sondern als „Kriegsfolge“ einzustufen. Die Behörden des rumänischen Innenministeriums hätten – so die Feststellungen des Gerichtes anhand der Unterlagen, die von der Klägerin vorgelegt werden konnten – schon durch die Anordnung 32475 vom 3. Januar 1945 verfügt, dass „alle Männer zwischen 17 und 45 Jahren“ sowie „alle Frauen zwischen 18 und 30 Jahren“ zu internieren wären. Daraus könne man keinesfalls schließen, dass die rumänischen Behörden nicht Urheber der Maßnahme gewesen seien. Zudem habe das rumänische Innenministerium auch nach dem im Gesetz festgelegten Zeitraum, nämlich durch Anordnung (Zirkularanweisung) 34376 vom 29. März 1945 die Verschleppung weiter betrieben und sogar Maßnahmen gegen diejenigen angeordnet, die sich einer Verschleppung entzogen hätten. Letztlich habe sich das Unrecht der Verschleppung ganz überwiegend erst nach dem 6. März 1945 verwirklicht, so dass eine Verantwortung des rumänischen Staates unbestreitbar sei.

In der rechtlichen Würdigung stellte das Gericht fest, dass für diesen Personenkreis noch keine ausreichenden Entschädigungsregeln vorhanden seien. Auch entspreche die Entschädigungsverpflichtung für Maßnahmen dieser Art den Grundsätzen des europäischen Rechtes. In Abgrenzung zu den ablehnenden Entscheidungen des rumänischen Verfassungsgerichtes betonte das Tribunal, dass immer dann, wenn eine „Diskrepanz“ zwischen Verpflichtungen nach europäischem Recht und der nationalen Rechtslage bestehe, wie diese durch die Entscheidungen des Verfassungsgerichtes entstanden sei, das Gericht selbst das vorrangige europäische Recht anzuwenden habe. In seiner 20-seitigen Begründung legte das Gericht dann anhand von sechs europäischen Schutzvorschriften dar, dass sich eine Verpflichtung zu effektivem Schutz der Betroffenen vor derartigen Maßnahmen durch den Staat sowie ein Anspruch auf angemessene Entschädigung bei Verstößen ergebe. Unter „Beobachtung der physischen und psychischen Leiden, denen die Betroffene unterzogen worden ist und in Anbetracht der geschilderten Bedingungen während der Deportation“ bewertete das Gericht eine Entschädigung in Höhe von 10 000 Euro als „angemessen“ und verpflichtete den Staat zur Zahlung.

Dieses Urteil kann laut geltendem Recht innerhalb von zwei Wochen mit Rechtsmitteln angegriffen werden. Es ist zu erwarten, dass der rumänische Staat durch das zuständige Finanzministerium gegen diese Entscheidung alle möglichen Rechtsmittel einlegen wird.

Am 4. September 2012 hat die Generalstaatsanwältin Rumäniens, Laura Kövesi, zur „Klärung der uneinheitlichen Rechtslage“ ein Prüfungsverfahren vor dem obersten Gerichtshof Rumäniens eingeleitet (Nr. 1344/C/5993/III-5/2011; 218/C/995/III-5/2012). In diesem Verfahren stellt sie die beiden gegeneinanderstehenden Rechtsauffassungen gegenüber, spricht sich aber gegen eine Anerkennung der Verschleppung nach Russland als politische Verfolgung aus. Dies begründet sie damit, dass die Verschleppung „eine Maßnahme der sowjetischen Besatzungstruppen, die sich auf dem Gebiet Rumäniens als Feindesland befunden haben, gewesen ist“ und dass es sich dabei um eine „Repressalie gegen Nazideutschland und dessen Verbündete“ gehandelt habe, die „den Zweck des Wiederaufbaus der Sowjetunion als Kriegsreparation zum Ziel“ gehabt hätte. Rumänien hingegen habe nur „eine provisorische Regierung mit beschränkten Kompetenzen“ gehabt und könne daher für die Maßnahme nichts. Im Ergebnis sei die Verschleppung eher mit Kriegsgefangenschaft zu vergleichen, für die es ebenfalls keine Entschädigung gebe.

Damit beweist die Generalstaatanwaltschaft Rumäniens nicht nur ein fragwürdiges Geschichtsverständnis, sondern zeigt wenig Bereitschaft zu differenzierter und sachgerechter Betrachtung: Die Verschleppung von Zivilpersonen durch die Organe des eigenen Landes, der rumänischen Gendarmerie und des Innenministeriums – selbst mit Hilfe oder auf Anforderung der damals mit Rumänien verbündeten und nicht etwa „feindlichen“ Sowjetunion – aus ethnisch motivierten Gründen ist keinesfalls mit „Kriegsgefangenschaft“ vergleichbar.

Es bleibt zu hoffen, dass baldmöglichst eine abschließende Klärung in die seit Jahren offene Entschädigungsfrage für die Verschleppung von Zivilpersonen deutscher Volkszugehörigkeit durch rumänische Dienststellen zur Zwangsarbeit nach Russland kommt und Betroffene nicht weiter mit derartigen Rechtfertigungsversuchen staatlicher Behörden konfrontiert werden. Das zu begrüßende Urteil des Tribunals Bukarest zeigt: Es geht auch anders!

Dr. Bernd Fabritius

 


 

31. August 2012

„Unsere Deutschen“ im rumänischen Fernsehen

Der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius hat in einer rumänischen TV-Sendung in Bukarest am 30. Mai im Gespräch mit dem Chefberater des rumänischen Präsidenten, Cristian Diaconescu, die Siebenbürger Sachsen als grenzüberschreitende Gemeinschaft präsentiert und ihre Anliegen thematisiert. Der Moderator der Sendung „Compas“, der bekannte Journalist Emil Hurezeanu, stellte „Unsere Deutschen“ anhand zahlreicher Filmaufnahmen vom diesjährigen Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl vor. Die 50 Minuten lange Sendung wurde von Money TV, einem bekannten TV-Kanal für Politik und Wirtschaft in Rumänien gezeigt und ist seit Kurzem - mit deutschen Untertiteln - auch auf www.siebenbuerger.de zu sehen.

Emil Hurezeanu sagte einleitend: „Unsere Deutschen, die im 12. Jahrhundert nach Rumänien gekommen sind, haben einen bedeutenden Beitrag zur Modernisierung dieses Landes geleistet. Sie waren stets eine lebendige, humane, kulturelle Brücke der Zivilisation zwischen West und Ost.“ 1938 hatte Rumänien noch 800 000 Deutsche, die meisten seien im Kommunismus und nach 1989 „aus den bekannten und tragischen Gründen“ ausgewandert.
Bernd Fabritius, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Präsident der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen, präsentierte die Siebenbürger Sachsen als „grenzenüberschreitende Gemeinschaft mit nationalen Vereinigungen in Deutschland, in Österreich, in Kanada, den Vereinigten Staaten und auch in Rumänien“. Der Weltverband der Siebenbürger Sachsen habe den Hauptsitz in München und den zweiten Sitz in Hermannstadt, in Siebenbürgen, „der Gegend, aus der wir stammen und wo wir in über 850 Jahren zu dieser Gemeinschaft geworden sind und, davon bin ich überzeugt, wir werden auch zukünftig als Gemeinschaft erhalten bleiben“.


Die komplette Sendung mit deutschen Untertiteln

Ein besonderes Augenmerk wurde zu Beginn der Sendung auf den Rockstar Peter Maffay gerichtet, der den Heimattag mit einem Benefizkonzert zugunsten des Projekts „Kirchenburg Radeln – Schutzraum für Kinder“ eröffnet hatte. Peter Maffay habe zurückgefunden zur Gemeinschaft, weil er die besondere Kraft und Energie der Jugend erkannt hätte, erläuterte Fabritius. Die junge Generation sei sich dessen bewusst geworden, dass es etwas Besonderes sei, zu einer Gemeinschaft zu gehören und deren Werte zu pflegen. Dank ihres Gemeinschaftsbewusstseins finde sie Halt in der anonymen globalen Welt. Auch die bundesdeutschen Politiker wüssten diese erfolgreiche Jugendarbeit zu schätzen, führte Fabritius aus.
Die Siebenbürger Sachsen seien eine wichtige Brücke in den deutsch-rumänischen Beziehungen und zugleich ein Vorbild für ganz Europa, fügte Bernd Fabritius hinzu und zitierte Horst Seehofer, der in Dinkelsbühl von „goldenen Brücken nach Osteuropa“ gesprochen hatte. Ihnen komme dabei die Erfahrung in Siebenbürgen zugute, wo sie in Toleranz und oft auch in Freundschaft mit den anderen Ethnien zusammengelebt hätten, sagte der Bundesvorsitzende.

Zukunftsorientierte Gemeinschaft

Das Schicksal der Siebenbürger Sachsen sei glücklich und tragisch zugleich, stellte Emil Hurezeanu fest: Der Einzelne habe sich in die Freiheit gerettet und lebe heute im Wohlstand, die Gemeinschaft sei aber dadurch verschwunden.

Dieser Einschätzung widersprach Fabritius mit einer Vision: „Wir sind in der angenehmen Situation, dass ein Teil unserer Gemeinschaft in Siebenbürgen lebt und sicher noch viele Jahre dort leben wird.“ Die Chance unserer Gemeinschaft bestünde darin, das auf Landesgrenzen beschränkte Denken zu überwinden: „Es wird künftig nicht mehr so sehr davon abhängen, in welchem nationalen, geographischen Umfeld man lebt! Das gemeinsame, vereinte Europa bietet uns die unglaubliche Chance, in einer politischen Einheit zu leben.“

Cristian Diaconescu, Chef des Präsidialamtes und früherer Außen- und Justizminister Rumäniens, hatte in Dinkelsbühl die schriftliche Botschaft von Staatspräsident Traian Băsescu übermittelt. In der Sendung „Compas“ erläuterte er, dass er neben Zeichen der Nostalgie und der Sehnsucht, die Rumänien und die Rumänen eindeutig für die Siebenbürger Sachsen empfinden, diesen auch Gefühle des Respekts überbringen wollte. Zwei punktuelle Fragen habe er noch angesprochen: erstens die im Kommunismus enteigneten Immobilien, deren Rückgabe in integrum aus Sicht des Präsidialamtes eine über alle Zweifel erhabene Angelegenheit sei, und zweitens die Entschädigung der Deutschen, die im Januar 1945 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt worden waren. Neben der materiellen Wiedergutmachung gehe es vor allem darum, dass Rumänien ein Zeichen setzt, „dass wir ihr Leid verstehen“.
Diese beiden Probleme müssen nach Ansicht des Bundesvorsitzenden noch gelöst werden. In der TV-Sendung kritisierte er die mangelhafte Umsetzung der bestehenden Restitutionsgesetze und nannte konkrete juristische Schritte zur Behebung der Schwierigkeiten. Auch die Entschädigung für Russlanddeportierte, von denen heute schätzungsweise noch 2 000 leben, bedeute für den Haushalt des rumänischen Staates keine nennenswerte Belastung, so dass keine nachvollziehbaren Gründe für Verzögerungen erkennbar seien. Verantwortungsverschiebungen an andere Stellen widersprach Fabritius mit dem Hinweis, dass Rumänien auch 1945 ein souveräner Staat mit eigener Verantwortung gewesen sei und die Verschleppung von der rumänischen Administration gegen am Krieg nicht beteiligte Zivilpersonen alleine auf Grund deren deutscher Volkszugehörigkeit durchgeführt worden sei.

Wiedergutmachung angemahnt

Cristian Diaconescu stimmte zu. Seiner Aussage nach geht es hier „letztendlich um den Selbstrespekt eines Staates und um die Anerkennung von Leid“. „Ein Bürger und seine Nachkommen bringen dem Staat nur dann Loyalität und Respekt entgegen, wenn du dir des politischen Fehlers und des brutalen Leids bewusst wirst, das du diesen Menschen ohne Not zugefügt hast.“ Bei aller konfusen Gesetzgebung und Oberflächlichkeit der Politik habe man vergessen, den Menschen mitzuteilen, dass man über ihr Leid Bescheid wisse. Deshalb sei es wichtig gewesen, Mitgefühl zu zeigen, um in der nächsten Phase rechtliche Schritte folgen zu lassen. Das Problem der Eigentumsrückgabe sei über 20 Jahre lang durch politische Interventionen, Betrug und Fälschungen hinausgezögert worden. „Es braucht ein hohes Maß an politischem Mut und Bestimmtheit im gesetzlichen System, um die Eigentumsrückgabe einer schnellen Lösung zuzuführen“, betonte Cristian Diaconescu, der das System als früherer Justiz- und Außenminister bestens kennt. Fabritius betonte auch hier die Dringlichkeit einer Veränderung und verglich die bisherige Praxis des rumänischen Staates mit „Hehlerei“, die dem rumänischen Rechtssystem widerspreche.

Robert C. Schwartz, Redaktionsleiter des Rumänischen Programms der Deutschen Welle, der telefonisch zugeschaltet war, berichtete über das außerordentliche Medienecho, das der Heimattag in Deutschland erfahren hat. „Wir haben heute in Dinkelsbühl ein Stück Geschichte erlebt“, hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in einem Kurzinterview erklärt, das in der ARD-Tagesschau vom 26. Mai zu bester Sendezeit ausgestrahlt wurde. Der CSU-Vorsitzende bezog sich dabei auf die bereits erwähnte Botschaft des rumänischen Staatschefs. „Deutschland weiß, dass man die Geschichte nicht vergessen darf“, kommentierte Schwartz. Der verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen Vergangenheit sei bezeichnend für zivilisierte Nationen, und Rumänien habe durch diese Botschaft bestätigt, dass es zu dieser großen Familie gehöre. Schwartz schilderte seine persönlichen Eindrücke vom Heimattag, dem gelungensten in der 61-jährigen Geschichte der Heimattage. Er berichtete von Kleinkindern, die auf den Armen ihrer Eltern ebenso am Festumzug teilnahmen wie ältere Trachtenträger, darunter Rosel Potoradi (79), die eine außerordentliche Vitalität und Freude ausgestrahlt habe. Durch einen Zwischenruf des Moderators Emil Hurezeanu erfuhren die TV-Zuschauer, dass Frau Potoradi seine geschätzte Lehrerin in Hermannstadt gewesen sei.
Die TV-Sendung war von großer Sympathie für die Deutschen geprägt. Emil Hurezeanu betonte, dass die Rumänen ihre „historischen Verdienste anerkennen und sie vermissen, für Ihre Ehrlichkeit, den Fleiß und die Bescheidenheit in der gemeinsamen 850-jährigen Geschichte“. Das beste Beispiel sei die regelmäßige Wiederwahl von Klaus Johannis als Bürgermeister der Stadt Hermannstadt mit überwältigender Mehrheit der rumänischen Wähler“.
Abschließend wurden Szenen aus dem Film „Orgeln in Siebenbürgen. Eine Reise zu den eigenen Wurzeln“ gezeigt. Eine Filmvorschau war in Dinkelsbühl gezeigt worden. Der Film der Michael Schmidt Stiftung, Regie führte Dan Păduraru, verdeutlicht das Kulturerbe der barocken Orgeln in Siebenbürgen. Es ist ein wertvolles Vermächtnis, auf das diese niveauvolle TV-Sendung aufmerksam gemacht hat.

Es ist übrigens das erste Mal, dass ein Bundesvorsitzender einer Landsmannschaft in einer politischen Sendung des rumänischen Fernsehens mit einem hochrangigen Politiker Rumäniens zu bester Sendezeit diskutiert und unsere Anliegen damit der rumänischen Öffentlichkeit näherbringt.

Siegbert Bruss

 


  

Die Deutschen und Ungarn erreichten historisches Tief

Vergleichende Zahlen zu nationalen Minderheiten in Rumänien

Mittwoch, 29. August 2012

Hermannstadt (ADZ) – Weiterhin gesunken ist die Zahl der Deutschen und der Ungarn in Rumänien, laut vorläufigen Ergebnissen des im Vorjahr durchgeführten Zensus. Die Tageszeitung „Adevărul“ veröffentlicht unter Bezugnahme auf das Nationale Statistikamt einen historischen Vergleich der Bevölkerungsanzahl der nationalen Minderheiten.
Den bedeutendsten Rückgang seit der Volkszählung von 2002 wurde in der deutschen Gemeinschaft verzeichnet. Um fast 40 Prozent ist deren Zahl von 59.764 auf 36.000 gesunken. Beim Zensus 1992 hatten sich 119.462 Personen als der deutschen Minderheit zugehörig erklärt, 1977 waren es 359.109 gewesen. Seither ist der prozentuelle Anteil an der stabilen Gesamtbevölkerung von 1,7 auf 0,19 gesunken. Die Deutschen sind seit dem Zensus 2002 nur mehr die viertgrößte Minderheit.
Weiterhin die zahlreichste Minderheit sind die Ungarn, selbst wenn auch ihre Zahl schrumpfte. 1977 waren sie 1,7 Millionen gewesen, ihre Zahl fiel auf 1,2 Millionen im Vorjahr und das ist ein Verlust von rund 200.000 Personen in zehn Jahren. Auf Platz 2 befinden sich die Roma, deren Zahl stieg: 2002 hatten sich 535.140 Personen als solche erklärt, 2011 waren es 619.007, sie stellen nun 3,2 Prozent der Bevölkerung dar. Rang 3 belegen die Ukrainer, auf Platz 5 befinden sich die Türken, gefolgt von Tataren, Russen usw.

In Hof: Flüchtlinge und Vertriebene

Seit diesem Jahr wird das Museum Bayerisches Vogtland in Hof durch die 300 Quadratmeter große Abteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ ergänzt, die Ankunft, Aufnahme und Integration der Heimatvertriebenen zeigt.

Hof war durch seine geographische Lage unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erste Anlaufstation für viele Menschen, die ihre Heimat in den „deutschen Ostgebieten“ und im östlichen Europa hatten verlassen müssen; bis Anfang der 1950er Jahre waren es über zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. Die Ausstellung ist in drei Themenbereiche gegliedert: „Wegmüssen und Ankommen“ (Erdgeschoss), „Neuanfangen, Aufbauen, Heimischwerden“ (1. Stock), „Erinnern, Mahnen, Versöhnen“ (2. Stock).

Das Museum ist täglich außer montags zwischen 10.00 und 16.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Internet:
www.museum-hof.de.

Bevölkerung Rumäniens um zweieinhalb Millionen gesunken

Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung von 2011/Dienstag, 28. August 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Zentrale Kommission für die Volkszählung hat am Wochenende die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung von 2011 bekannt gegeben.

Demnach beträgt die Anzahl der Menschen mit festem Wohnsitz in Rumänien 19.043.767. Bei der Volkszählung von 2002 waren es noch 21.630.974 Personen gewesen. Auf Landesebene beträgt die Bevölkerungsdichte 79,9 Personen pro Quadratkilometer. In sämtlichen Verwaltungskreisen hat die Bevölkerung abgenommen, gestiegen ist sie bloß in Ilfov. Das geht vor allem darauf zurück, dass sich Bukarester hier niedergelassen haben. 90.6 Prozent der Staatsbürger haben sich als Rumänen erklärt. Die stärksten ethnischen Minderheiten sind die Ungarn und die Roma. Als Ungarn haben sich 1.268.444 Personen erklärt, das sind 6,7 Prozent. Was die Muttersprache betrifft, erklären 247.085 Personen (1,3 Prozent) Romanes als ihre Muttersprache. Ukrainisch bezeichnen 49.547 Personen (0,3 Prozent) als ihre Muttersprache, 27.019 (0,1 Prozent) Deutsch, 26,179 (0,1 Prozent) Türkisch, 18.143 (0,1 Prozent) Tatarisch und 18.971 (0,1 Prozent) Russisch. Die Zentralkommission hält fest, dass die Bevölkerungsstruktur nach Nationalitäten gemäß den eigenen Erklärungen der Befragten vorgenommen wurde.
Was die Glaubensbekenntnisse betrifft, erklären 85,9 Prozent der Befragten, dass sie orthodox sind, 4,6 Prozent sagen römisch-katholisch, 3,2 Prozent reformiert. Rund 24.000 Bewohner sind eigenen Angaben nach „religionslos“ (das sind etwa 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung), über 21.000 bezeichnen sich als „atheistisch“.

 

 

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Jubiläumsveranstaltung

60 Jahre Bund der Vertriebenen

Vereinigte Landsmannschaften

Landesverband Baden-Württemberg

 

 Einladung zur großen Jubi­läumsfeier in Stuttgart

Sehr geehrte Landsleute, eine Festveranstaltung zu den Anlässen „60 Jahre Land Baden-Württemberg – 60 Jahre BdV-Landesverband Baden-Württemberg“ findet am 16. September 2012, 14.30 Uhr, in der Stuttgarter Liederhalle, Hegelsaal, Berliner Platz 1-3, in 70174 Stuttgart statt. Dieses Fest ist eingebunden in die Veranstaltungen des offiziellen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg und des „Tages der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Stuttgart.

 

Wir Aussiedler und Vertriebenen verdanken dem Land Baden-Württemberg eine gute Aufnahme, eine neue Heimstatt. Es ist das einzige Bundesland, das durch den Zusammenschluss mehrerer Länder entstanden ist und seine Existenz auch dem Abstimmungsverhalten der Vertriebenen und Aussiedler verdankt. Das sind gute Gründe, bei dieser sicher würdevollen Feier mit dabeizusein.

Als Festredner treten u.a. Frau Erika Steinbach MdB, Präsidentin des BdV, und Reinhold Gall MdL, Innenminister Baden-Württembergs, auf. Den kulturellen Teil gestalten „Moravia cantat“ (Südmährische Sing- und Spielschar), die Egerländer Familienmusik Hess, die Siebenbürgisch-Sächsische Volkstanzgruppe Heilbronn und der Schlesierchor aus Waldenburg (Polen).

 Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr, Saaleinlass ist ab 13.00 Uhr, Ende 17.00 Uhr.

 

Die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen, sorgt für die musikalische Umrahmung der Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer der Vertreibung in Bad Cannstatt beim Kursaal, 11.00 Uhr.

Die Banater Backakademie Reutlingen bietet an einem Stand in der Halle traditionellen Kuchen zum Verkauf an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

2. RTI Musik-& Kulturfest

 

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 Das Donaufest 2012 in ULM

 

 

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Regierungen gehen, Bürger bleiben

Ulm/Neu-Ulm. Nie zuvor bei einem Donaufest gab es so viele Konferenzen und Expertenrunden im Rahmenprogramm wie in diesem Jahr. Zwei davon haben am Wochenende begonnen, bei denen es um konkrete Projekte geht.

So manchem Teilnehmer waren am Samstagmorgen die Spuren der langen ersten Nacht auf dem Donaufest anzusehen. Dennoch ging es früh um 10 Uhr im großen Saal des Ulmer Rathauses bereits zur Sache. Das Exekutivkomitee des Rates der Donaustädte und -regionen war unter Vorsitz von OB Ivo Gönner zusammengetroffen, um konkrete Projekte zu diskutieren. Von Herbst an soll die "Rivershow" auf Tour gehen.

Hinter diesem Namen verbirgt sich keine Kultur-, sondern eine Infokampagne mit dem Ziel, die Bürger entlang des Flusses über die Chancen und Möglichkeiten der Donaustrategie zu informieren. Denn die sei vielleicht noch in Deutschland und Österreich bekannt, weiter flussabwärts aber kaum mehr, sagte ein Vertreter der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Und auch Gönner stellte die Bedeutung heraus: "Regierungen kommen und gehen. Die Bevölkerung bleibt."

Insofern sollen nach den Sommerferien von Esztergom in Südungarn aus bis Izmail in der Ukraine Spezialisten ausschwärmen und Multiplikatoren über die Möglichkeiten der EU-Donaustrategie informieren - also Lehrer, Pfarrer, Betriebsräte, Unternehmer und viele mehr, um die Informationen möglichst breit in der Bevölkerung zu verankern. Gönner: "Unser Ziel ist nicht die politische Klasse, sondern die Zivilgesellschaft."

Diese Überlegung fußt auf der Erkenntnis, dass es in vielen Donauländern kaum eine verlässliche Verwaltung gibt, die bei Regierungswechseln auch noch beinahe vollständig ausgetauscht werde. Entsprechend zielt ein weiteres Projekt darauf, so genannte "Donau-Manager" auszubilden. Nach einem Beschluss des Europaparlaments wird deren Ausbildung bezahlt, wenn sich die Städte und Regionen verpflichten, diese Spezialisten mindestens fünf Jahre zu beschäftigen. Sie sollen vor allem darin befähigt werden, konkrete Projekte zu schreiben und bei der EU entsprechend beantragen zu können.

OB Gönner appellierte eindringlich bei der sich anschließenden Konferenz von Kommunalpolitikern aus dem Donauraum, jetzt konkrete Vorhaben zu benennen, diese vorzubereiten und in Brüssel einzureichen. "Wir brauchen die kenntnisreichen Mitarbeiter in den Kommunen", sagte dazu der Geschäftsführer des Rats der Donaustädte, Peter Langer. Gut 50 Vertreter aus Donaustädten waren gekommen, auch sieben Ulmer Stadträte nahmen daran teil, aber nicht ein einziger Vertreter des Neu-Ulmer Stadtrates.

An den finanziellen Mitteln mangelt es offenbar nicht. Wie ein Vertreter des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung sagte, stünden ab 2014 in Brüssel alleine 80 Millionen Euro für Innovations-Projekte bereit. Gebetsmühlenartig ermunterte der Ulmer OB als Präsident der Donaustädte deshalb seine Amtskollegen, jetzt sinnvolle Projekte auszuarbeiten wie beispielsweise den Ausbau von Hafenanlagen an der Donau.

Bereits gestern begann eine weitere Konferenz, die sich mit dem Altern der Gesellschaften befasst. Heute folgt eine zur europäischen Gesundheitspolitik im Donauraum.


 

 

 

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09.07.2012

Fest - Banater Schwaben feierten am Wochenende erneut Kirchweih in Betzingen mit mehr als 700 Gästen aus Nah und Fern. Umzug mit vielen Trachtenträgern

Reutlingen

Banater Schwaben feiern Kirchweih: Viel Buntes am Hut

REUTLINGEN-BETZINGEN. Die Martinskirche in Betzingen war rappelvoll, zahlreiche Besucher hatten keinen Sitzplatz gefunden, einige warteten vor der Kirche auf das Ende des Gottesdienstes. Danach gestaltete sich die Kirchweih in Betzingen am Samstag als wahrlich bunte - und internationale - Veranstaltung. Und das nicht nur, weil die Teilnehmer fast alle einstmals in dem heute rumänischen Banat lebten.

 

Als der Zweite Weltkrieg vorbei war, sind sie geflüchtet, ausgewandert oder vertrieben worden - etwa 500 000 Deutschstämmige lebten einst dort. Heute ist es kaum mehr ein Zehntel. All die anderen sind fast in der ganzen Welt verstreut, in der Reutlinger Region sind es etwa 1 500.

Am Samstag war extra eine Gruppe aus Brasilien angereist, die in einem Ort namens Entre-Rios lebt. Eine andere Gruppe kam aus Rumänien, die aber als bulgarische Folkloregruppe »Palucenka« angekündigt wurde. Zwei Tanzgruppen aus Esslingen und Singen hatten den Weg nach Betzingen gefunden. Die Begeisterung auf allen Seiten war groß und immer wieder war der regelrecht enthusiastische Ruf »Kirchweih« zu hören.

 

»Für uns ist es keine Frage, dass wir hier mitmachen«

 


Insgesamt konnten mehr als 700 Gäste bei der diesjährigen Feier der Banater Schwaben »nach Sanktannaer Art« gezählt werden. Und dabei handelt es sich um eine Tradition, die sie aus ihrer ehemaligen Heimat mitgebracht hatten. Jedes Jahr ist ein anderer deutschstämmiger Ort nach ihrer ganz eigenen Art für die Austragung zuständig. Dabei gilt: Je nachdem, wer aus welcher Ortschaft den Kirchweih-Strauß ersteigert, darf im folgenden Jahr die Regeln bestimmen.

Während der Zug der Banater Schwaben durch Betzingens Steinachstraße flanierte, standen zahlreiche Zuschauer am Rand der Fahrbahn und freuten sich über das farbenprächtige Bild. Allerdings hatten sich auch andere Gruppen unter die Banater Schwaben gemischt: So waren die Siebenbürger Sachsen aus Metzingen ebenso vertreten wie eine Gruppierung Betzinger in ihrer (fast) weltweit bekannten Tracht.

»Für uns ist es keine Frage, dass wir hier mitmachen«, sagte etwa Friedemann Rupp. Zumal sich eher selten die Gelegenheit biete, die Betzinger Tracht einem größeren Publikum zu präsentieren, meinte er mit einem Augenzwinkern.

Glück hatten die Organisatoren, dass ein Gewitter etwa eine Stunde vor dem Umzug knapp an Betzingen vorbeizog - also genau in jenem Moment, als der Gottesdienst in der Martinskirche begann. Glücklich darf sich wohl auch derjenige schätzen, der den Kirchweih-Strauß beim Fest auf dem Kemmlerplatz erstanden hatte. Der Mann war ein einstiger Bewohner der Ortschaft Bogarosch im Banat. Somit war klar: »Die nächste Kirchweih wird nach Bogaroscher Art gefeiert«, sagte Christine Neu, Reutlinger Kreisverbandsvorsitzende der Banater Schwaben. (GEA)

 

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Der Kreisverband Reutlingen

&

die Trachtengruppe der Banater Schwaben Reutlingen,

bedanken sich bei ALLEN, die dazu beigetragen haben,

daß unser 3. Banater Kirchweihfest am Samstag

07.07.2012

so gut gelungen ist.

* * * DANKESCHÖN * * *

 

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Einladung zur 3. Banater Kirchweih

am 07. Juli 2012 in Reutlingen-Betzingen

 

Schirmherr des Festes ist Thomas Keck, Bezirksbürgermeister von Betzingen


Ab 10:00 Uhr Gelegenheit zum Umkleiden in der Kemmlerhalle!
Ab 12:00 Uhr Bietet die Banater Küche ihre Spezialitäten an
Ab 13:30 Uhr Treffpunkt im Hof der Mauritiuskirche Betzingen - Gelegenheit für Fotos
Ab 14:00 Uhr Gottesdienst: mit Heimatpfarrer P. Zillich und Diakon Dr. Radu Thuma
Musik: Original Donauschwäbische Blasmusik Reutlingen; Leitung: Johann Frühwald
Ab 15:00 Uhr Festumzug der Trachtenpaare zur Kemmlerhalle
Ab 15:30 Uhr Begrüßung der Gäste:
Christine Neu, Vorsitzende des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben
Ansprachen der Ehrengäste

Banater Kirchweih nach Sanktannaer Art mit dem 1. Geldherrenpaar: Sybille Bissinger und Ralph Reiter

Kirchweihspruch und Brauchtumsvorstellung
Straußversteigerung, Hut-und Tuch-Verlosung
Versteigerung des 2. Kirchweihstraußes
Ehrentanz für die Gewinner
Vorführtänze der Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen
Vorführtänze der Jugendgruppe der Donauschwaben aus Entre Rios-Brasilien
Vorführtänze der Tanzgruppe Banater Schwaben Singen und Esslingen
Vorführtänze der Bulgarischen Folkloretanzgruppe „Palucenka“ aus Alt-Beschenowa-Rumänien
Vorführtänze der Donauschwäbischen Tanz-und Folkloregruppe aus Reutlingen
Vorführtänze der Siebenbürger-Sachsen aus Reutlingen und Metzingen
Mit dabei sind Trachtenträger des Albvereins Betzingen und der „Schwowische Tanzgruppe Vergissmeinnicht“ Kreisverband Darmstadt/Dieburg


Ab 20:00Uhr Tanzabend mit der Dynamik Band


Als Gaumenfreude gibt es:

Kesselgulasch, Mititei und Langosch, Savarine, gefüllte Kipfel
und andere Kuchen von der Banater Backakademie Reutlingen, sowie Bier aus
Temeswar und Wein aus Rekasch.


Veranstaltungsort : Julius-Kemmler-Halle Hoffmannstraße 8 72770 Reutlingen
Organisation: Kreisverband Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben mit der Trachtengruppe Banater Schwaben Reutlingen Kontakt: Christine Neu Mobil: 015772009507

 

 


 Der Kreisverband Reutlingen der Landsmannschaft der Banater Schwaben organisiert am Pfingstsonntag, den 27. Mai 2012 für die Landsleute aus Reutlingen und Metzingen eine Busfahrt zum Heimattreffen nach Ulm.

Es wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten bei:

Johann Pless Telefon: 07121/550339

Abfahrt Betzingen: Parkplatz Kemmlerhalle Betzingen 7:00 Uhr, Abfahrt Reutlingen 7:15 Alter Busbahnhof Reutlingen, Abfahrt Metzingen 7:30 Uhr Parkplatz Kaufland Metzingen.

Der Kreisverband Reutlingen lädt zu dieser Fahrt alle Landsleute herzlich ein.

  

Der Vorstand

 

 


Banater Backakademie

Backen für das Hoffest

In dem Gemeindesaal der Peter & Paul-Kirche im Storlach

Am 12.04.2012

Beginn:10:00Uhr

 


 
Wir laden alle Landsleute und Freunde zum Muttertagskonzert ein !

 Sondelfinger Blasmusik, Dirigent: Helmut Kassner

 


  

 

15.05.2012

Konzert - Trotz konkurrierendem TV-Fußballkrimi spielte die Blasmusik des TSV Sondelfingen vor vollem Haus

Reutlingen

Durch alle Höhen und Tiefen

Von Elke Schäle-Schmitt

REUTLINGEN-SONDELFINGEN. Das war nichts für schwache Nerven: Bei ihrem Muttertagskonzert nahm die Blasmusik des TSV Sondelfingen ihr Publikum durch alle musikalisch-emotionalen Höhen und Tiefen mit. Das Talent von Dirigent Helmut Kassner, ein dramaturgisch ausgefeiltes Konzertprogramm zusammenzustellen, das seine Musiker als Ensemble wie auch als Solisten glänzen und funkeln lässt, ist wirklich bemerkenswert.

 

Der erste Teil des Abends war der sinfonischen Blasmusik gewidmet. Die berühmten Eingangsfanfaren aus Franz von Suppés »Leichter Kavallerie« ließen augenblicklich auch den letzten Plauderer in der - trotz konkurrierendem Fernsehfußballkrimi - pickepackevollen Festhalle verstummen. Von da an hatte das Orchester die 280 Zuhörer voll in seinem Bann, ließ bei Suppé die Wiener Hofreitschule lebendig werden, beeindruckte bei »Ross Roy« von Jacob de Haan mit einer enormen Bandbreite an Klangfarben sowie zwei ebenso präzise wie leidenschaftlich zu Werke gehenden Perkussionisten (Timo Glock und Julian Hölz).

Taktsicheres Publikum

Mut bewiesen die Flötistinnen Lena Hölz und Lea Kassner bei ihrem panflötengleichen Duett »Einsamer Hirte« von James Last, das sie teils ohne jede Orchesterunterstützung technisch sicher und ausdrucksstark präsentierten. Zu Herzen ging auch »Gabriellas Song« aus dem Kinohit »Wie im Himmel«, von Carmen Schick auf Schwedisch vorgetragen, und bei »Music« konnte einen das Gefühl beschleichen, John Miles hätte seine Rockhymne eigens für Sänger Julian Hölz geschrieben. Nur wenigen würde man das Bekenntnis, ohne Musik nicht leben zu können, so bedingungslos abnehmen wie dem jungen Sondelfinger Schlagzeuger, der ganz zu Beginn bereits die von ihm geleitete Jugendkapelle vorgestellt hatte und der außer der TSV-Blasmusik noch anderen Ensembles rhythmischen Rückhalt gibt. Doch auch das Publikum zeigte sich taktsicher, als es die nicht gerade einfachen Siebenviertelpassagen in »Music« mitklatschte.

Leichter hatten es die Besucher diesbezüglich nach der Pause, denn da wurde es böhmisch-mährisch, und egal ob Polka, Walzer oder Marsch - der Akzent liegt in der Regel auf dem ersten Schlag. Allerdings bewiesen die Zuhörer ein sicheres Gespür dafür, wann Mittun angesagt und wann Zurückhaltung geboten war. Die Solisten - ob die pfeifenden »Dompfaffen« Jürgen Possler und Volker Kalessa, die Gesangsduos Lisa Thümmel und Marc Reutter sowie Juliane Lenhart und Julian Hölz oder ob Marc Reutter bei der »Tenorhorn-Romanze« - wurden zu keiner Sekunde gestört, dafür im Nachklang mit jubelndem Applaus belohnt.

Nicht enden wollte der Beifall auch im abschließenden Filmmusikteil, als Diana Kassner mit Zulu-Backgroundchor »Der ewige Kreis« aus Walt Disneys »König der Löwen« sang, als die Titelmelodie aus »Rocky« geballte Trompetenpower auf die Bühne brachte und als sich Juliane Lenhart und Julian Hölz bei »Dirty Dancing« mit Pep und Witz anhimmelten. Erst nach sechs Zugaben entließ das Publikum die Musikanten in den Feierabend. (els) 


 

13.05.2012 Hoffest/Hofkäserei(Büffel aus Rumänien)

Hohensteiner Hofkäserei

Heidäckerdorf 1

72531 Hohenstein-Ödenwaldstetten

www.albkaes.de

Musik: "Karpatenexpress"


 

 

Der Vorstand des Kreisverbandes Reutlingen, Landsmannschaft der Banater Schwaben , wünscht Ihnen und Ihren  Familien:

 


   

Ostergedicht

 

 

Am Karfreitag alles zu Ende schien,

als Gottes Sohn, Jesus, am Kreuze hing.

Es sah aus, als hätte der Tod gesiegt

und alles Leben ihm unterliegt.

 

Als Jesus starb den Kreuzestod,

Er, der allen half aus der Not,

dachten die Jünger, es ist alles aus,

sie liefen mit großer Angst nach Haus.

 

Gefolgt waren sie Ihm Schritt für Schritt,

gaben alles auf, nahmen nichts mit.

War ihre Hoffnung nun am Ende?

Kaum einer glaubte noch an die Wende.

 

Am 3. Tag gingen sie mit Salben zum Grab,

doch der Stein war weg, der vorher da lag.

Ein Engel sprach, stand in sehr hellem Licht:

 

 

Er ist auferstanden, wie die Schrift es gesagt.

Das müsst ihr glauben, seid unverzagt!"

Es hat sich erfüllt, was sollte gescheh'n,

der Wille des Vaters - für alle zu seh'n.

 

Verschlungen der Tod, gesiegt hat das Leben

durch Jesus, der sich für uns hingegeben,

damit gerettet, was verloren auf Erden,

Gott kann allen Gläubigen Vater werden.

 

Wenn Jesus nicht vom Tod auferstanden,

wäre geblieben das Leben in Todesbanden.

Christen würd' es keine mehr geben heute

und Jesus-Gläubige wären die dümmsten Leute.

 

Mensch, höre! Jesus lebt! Er ist das Leben!

Nur Er kann dir Vergebung geben!

Kehr endlich um und beug deine Knie,

ergreife die Rettung, du bereust es nie!

 

Dann hat dein Leben Inhalt und Sinn,

lebend'ge Hoffnung erhältst du durch Ihn.

Er schenkt dir Liebe, Geborgenheit

und Frieden, wonach du gesucht alle Zeit.

 


Gedanken zur Osterzeit

 

Pfarrer Peter Zillich, Studiendirektor

 

Liebe Banater Landsleute! Mit einer Pilgergruppe waren wir im letzten Jahr an Ostern im Heiligen Land auf den Spuren Jesu.

Am Abend erzählten wir in gemütlicher Runde, wie die Kar- und Ostertage in unseren Heimatorten begangen wurden: Die Familien waren mit der Ostervorbereitung beschäftigt. Dazu gehörte Fasten, Kreuzwegandachten, Beichten und das Schmücken der Gräber auf dem Friedhof. Einen besonderen Stellenwert hatte der Auftritt der "Ratschbuwe", die in der Karwoche in den Gassen unterwegs waren und mit ihren "Ratschen" das Glockenläuten ersetzten, denn in den Tagen vor Ostern sagte man:"Die Glocken sind nach Rom geflogen". An Karsamstag dann gingen die Ratschebuwe von Haus zu Haus und erhielten ihren verdienten Lohn. Gründonnerstag mit letztem Abendmahl und Ölbergstunde, Karfreitag mit dem Tod Jesu am Kreuz und Grablegung, die Wache am Heiligen Grab und die Kreuzverehrung waren die Vorstufen zum großen Ereignis, der Auferstehungsprozession. Bei diesem feierlichen Umzug sang der Kirchenchor in Begleitung der Blaskapelle " Der Heiland ist erstanden, befreit von Todesbanden, der als ein wahres Osterlamm für mich den Tod zu leiden kam.

Halleluja, Halleluja."

Unsere Pilgerreise führte uns an die Wirkungsstätten Jesu: Abendmahlsaal, Ölberg, den Originalkreuzweg in der Altstadt von Jerusalem zur Grabes- und Auferstehungskirche. Die Auferstehung feierten wir bei Ordensschwestern aus Iasi im Charles-Hospiz. Die Schwestern sangen als Schlußlied: "Hristos a inviat din morti, cu moarte pe moarte calcind. Si celor din morminturi, viata daruindule". Die älteste Ordensschwester  - sie war über achtzig Jahre alt- offenbarte uns, was ihr im Leben noch wichtig ist: Schuberts Musik und als Untergrund die Gestalt Hiobs, der Gott in seiner Not anklagt und die Botschaft, dass erfahrenes  Leid und Glück im Leben eines Menschen nicht gegeneinander aufrechenbar sind. Jedes hat seine Größe für sich, die der Mensch nebeneinander aushalten muss- Leid und Glück. Und diese Lebensspannung finde ich in der Musik Schuberts.

Die Osterliturgie betont die Botschaft von Psalm 139: "Ich bin erstanden und bin immer bei Dir. Du hast deine Hand auf mich gelegt. Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja." Gott wird für Seine Liebe gepriesen, die uns Menschen von allen Seiten umhüllt, auch im Tod. Diese Liebe hat Er uns vor Augen geführt: In Jesus torkelt er unter der Last des Kreuzes hinauf zur Schädelsstätte, hier- wo laut Tradition Adam ruht- wurde er gekreuzigt und hat den tiefsten Schmerzpunkt der Verlassenheit ausgehalten, um alle Menschen aller Zeiten zu erlösen. Er ist in Jesus Christus auferstanden, um zu zeigen, dass nicht Leid und Tod das letzte Wort haben, sondern das Ewige Leben in Ihm.

Wir merken in unserem Leben immer mehr: Wie klein, wie arm, wie einsam und ohnmächtig wir sind, wie empfindlich und verletzlich. Es gibt Tränen und Traurigkeit, die kaum jemand verstehen und trösten kann. Für viele Menschen ist das Leben eine unerträgliche Qual. Da stellt die Karwoche das Kreuz in den Mittelpunkt, das Zeichen der unbegreiflichen, unlogischen Liebe Gottes.

Nur diese Liebe kann den Menschen mit seiner gelungenen und misslungenen Lebensgeschichte in Würde respektieren und heilen. So kann für uns deutlich werden: Überall, wo Menschen Menschen lieben, in Geduld und Achtsamkeit begleiten, ist Gott am Werk. Wer in der Liebe lebt, ob gläubig oder ungläubig, lebt bewusst oder unbewusst im magnetischen Feld eines Gottes, der Liebe ist.

Wenn Du das Gefühl hast, tot zu sein für jede Freude, für jede Liebe, für jedes Glück, wenn Du nicht mehr an Dich selbst und an die Menschen glauben kannst, dann versuch einmal, all das Trübe, das Giftige, das Finstere in die Versöhnung mit Gott einzubringen.

Lass Dir aus der Nacht der Mutlosigkeit und Deiner Lebensmüdigkeit zu einem neuen Ostermorgen verhelfen. Wenn Du an die Auferstehung glaubst und sie mitfeierst, wirst Du niemals hoffnungslos, denn Gott ist immer bei Dir-, Du kannst immer neu anfangen, denn Gott vergibt jedem, der Ihn darum bittet -, Du findest nach jeder schwärzesten Nacht immer einen leuchtenden Morgen. Wer an die Auferstehung glaubt, vermiest und versauert und vergiftet nicht sein Denken, nicht die Beziehungen zu den Mitmenschen und auch nicht das Leben.

Unser christlicher Glaube ermutigt uns, Gottes Einstellung zu uns weiterzuvermitteln: Gottes Liebe besitzen und praktizieren wir, wenn uns das Leid anderer auffällt und wir zu ihnen hingehen, wenn uns die Einsamkeit, die Angst und Not der Alten und Schwächsten im Herzen berührt und wir Mitleid zeigen. Sei sanft!

Tu Dein Bestes, um die Menschen zu begreifen und zu verstehen. Geh zu den Menschen in ihrem Lebenstal und sei nie hart in Deinem Urteil. Der Franziskaner Richard Rohr betet so: " Für immer auferstandener Christus, Du hast mich in Dein Geheimnis der Passion, des Todes, des Wartens und des neuen Lebens mit hineingenommen. Lass mich an diesem Osterfest den Weg mit Dir gehen- vom Anfang bis zum Ende. Hilf mir, unserem ewigen Sonntag, dem Ostersonntag, von nun an mehr zu vertrauen, als jedem Freitag des Sterbens." Am Pesachfest grüßen sich die Juden auch heute noch "Nächstes Jahr in Jerusalem". Unsere Ostergruppe feierte den Ostersonntag mit einer hl. Messe in Bethlehem auf den Hirtenfeldern:

Geburt und Auferstehung gehören zusammen.

 

Frohe, gesegnete Ostern!

    


 Osterbasteln    

 

 

  Einladung zum Osterbasteln

 Am 31. 03. 2012, ab 14 Uhr.

im Gemeindesaal der St. Elisabeth Kirche

Sondelfingen (Braikinbachweg 38)        

Es werden Palmwedel mit marmorierten Eier gebastelt.

Fr. Margaretha Mayer führt mit österlichen Gedichten und

Geschichten durch den Nachmittag.

Auf zahlreiches Erscheinen und einen gelungenen

Bastelnachmittag freut sich das

Organisationsteam:     

                                                                                        

                                               Eveline Wolf und Gerda Antretter


 

 

Volkszählung im Banat

 

Kreis Temesch: Zahl der Deutschen ging stark zurück

Temeswar bleibt landesweit Ortschaft mit den meisten Deutschen

Von: Siegfried Thiel, Mittwoch, 08. Februar 2012

Nahezu 650.000 Bürger leben im Verwaltungskreis Temesch/Timiş. Dies ergaben provisorische Ergebnisse zur Volkszählung in Rumänien. Aus den Daten der Temescher Filiale des Statistikamtes geht hervor, dass zahlenmäßig die Deutschen den 4.Platz in der Hierarchie der Ethnien im Kreis Temesch belegen. 8497 Deutsche gibt es im Kreis (2002 waren es 14.229), die meisten davon (4173) leben in Temeswar, gefolgt von Lugosch, wo sich 744 Bürger als Deutsche bekannt haben, dann Hatzfeld mit 305, gefolgt von Großsanktnikolaus und Detta mit je etwa 250 registrierten Deutschen.

In den Dörfern und Gemeinden ist die Zahl der Deutschen mit zwei Ausnahmen auf unter 100 gesunken. In Triebswetter/Tomnatic sind 126 und in Großkomlosch/Comloşu Mare 111 (nur mit Ostern und Lunga zusammen möglich!, Anm. L. G.) Deutsche registriert. Zwischen 90 und 100 Deutschen wurden in ehemaligen Großgemeinden mit starker deutscher Bevölkerung gezählt: Das sind Lenauheim, Billed und Nadrag. Von den 8497 Deutschen im Kreis Temesch lebt weitaus die Mehrheit in den Städten. 6129 Personen sind da gemeldet, auf den Dörfern des Kreises leben der Statistik nach 2368 Deutsche.

Es sei ein „ernstes Gespräch im erweiterten Vorstand des Banater Forums notwendig, um gemeinsam mit den Ortsforen über die Zukunft unserer deutschen Gemeinschaft zu reden“, sagt Horst Martin, stellvertretender Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, nach Bekanntgabe der provisorischen Daten der Volkszählung. Er glaubt, man müsse sich zum einen Gedanken machen, aus welchen Gründen viele deren, die sich vor zehn Jahren als Deutsche angegeben, es im vergangenen Herbst nicht mehr getan haben („möglicherweise waren es auch ´Konjunkturdeutsche´“), zum anderen sei es erforderlich, Wege zu finden, „um an alle heranzukommen, die sich als Deutsche bekennen“.

Nach den Rumänen folgen in einer Rangordnung der Ethnien im Kreis Temesch die Ungarn, die Roma, dann auf Platz vier, wie gesagt, die Deutschen. Es folgen Ukrainer, Türken, Russen und Tataren. Fast 18.000 Bürger werden unter der Rubrik „andere Enthien“ geführt und 11.500 Bürger verweigerten die Angabe ihrer Volkszugehörigkeit.

Temeswar hat nahezu 304.000 Einwohner, in Lugosch leben knapp über 37.000 Bürger, in Großsanktnikolaus sind es 11.500 und in Hatzfeld 10.000.

 

 

 

7000 Seelen weniger pro Jahr

Kreis Arad: Um 53.000 Einwohner geschrumpft

Von: Balthasar Waitz, ADZ, Freitag, 10. Februar 2012

 

Die ehemals blühende deutsche Gemeinde Neuarad (hier die katholische Kirche, ein Geschichtsdenkmal), seit Jahren schon Arader Randviertel. Foto: Zoltán Pázmány

Arad - Die im Herbst 2011 durchgeführte Volkszählung im Kreis Arad belegte, wie landesweit übrigens, den allgemeinen beunruhigenden Negativtrend bzw. den anhaltenden Rückgang der Bevölkerung dieses Landkreises: Die Zählung ergab einen Stand von 409.072 Bewohnern mit festem Wohnsitz, vor acht Jahren, bei der Volkszählung 2002, zählte der Kreis Arad mit insgesamt 462.072 Einwohnern noch 53.000 mehr. Den bisherigen Höchststand der Arader Kreisbevölkerung ergab übrigens die Volkszählung von 1977 mit 512.000 Einwohnern.
Laut den Statistiken haben sich 343.163 Bürger zur rumänischen Nationalität bekannt, 37.067 haben sich als Ungarn, 16.546 als Roma, 1295 als Ukrainer, 51 als Türken, drei Personen als Tataren und 29 Bürger als Russen erklärt. 979 Bürger haben die Angaben ihrer Volkszugehörigkeit verweigert.
Über 2900 Bewohner des Kreises haben ihre Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit erklärt. Bei der letzten Volkszählung waren es noch über 4000. (Wo hätte der Leser gern gewußt)
Der Kreis Arad mit seiner Gesamtfläche von 7754 Quadratmetern (?????), drei Viertel in der Region Crişana, ein Viertel in der historischen Region Banat, hat zehn Städte, darunter auch die Kreishauptstadt Arad, 68 Gemeinden und 270 Dörfer.
Die meisten Einwohner haben, wie vor acht Jahren übrigens, folgende Ortschaften des Kreises zu melden: Arad (147.992), Petschka/Pecica (11.885), Sanktanna/ Santana (10.725, Deutsche????), Glogowatz/Vladimirescu (10.076) und Lippa/Lipova (9648). Der stärkste Bevölkerungsschwund hat mit insgesamt 43.000 Bürger die Kreishauptstadt zu verzeichnen. Die Kleinstadt Sanktanna, die als Ausnahme auf Kreisebene noch eine kompakte deutsche Gemeinschaft vorzeigen kann, hat in acht Jahren nur 152 Bewohner verloren (interessant, aber weniger für den deutschen Leserkreis). Einen Bevölkerungszuwachs wurde in Petschka (über 400 Bürger) und in Lippa (819) verzeichnet. Die ehemalige deutsche Großgemeinde Glogowatz, nur fünf Kilometer von der Kreishauptstadt entfernt und von den Aradern schon längst als Randviertel angesehen, hat infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Baus von neuen Wohn- und Villenvierteln, hat von einer Bevölkerung von 5559 Einwohnern (2002) richtig kräftig um 4517 Einwohner zugelegt.


 

Horst Fassel: Das Deutsche Staatstheater Temeswar (1953–2003). Vom überregionalen Identitätsträger zum Experimentellen Theater.

 

Berlin/Münster/Wien u. a.: LIT 2011. (Thalia Germanica 11). ISBN 978-3-643-11413-6.575 S. Preis: € 59,90.

Rezensiert von Hans Dama

 

Die wissenschaftliche Gesellschaft Thalia Germanica, 1993 in Tallinn/Vancouver gegründet, hat in ihrer Buchreihe bisher zehn Titel herausgebracht. Meist handelte es sich um Tagungsbände, die sich mit deutschsprachigem Theater außerhalb des deutschen Sprachraums beschäftigten, aber auch um Überblicksdarstellungen und Einzelmonographien (z. B. über das deutschsprachige Theater in Kanada oder das Stadttheater Torun/Thorn). Der Vorsitzende der Gesellschaft hat als Nummer 11 der Buchreihe eine Monographie des Deutschen Staatstheaters Temeswar (Rumänien) vorgelegt, die sich mit dem ersten staatlich voll subventionierten deutschen Theater in Südosteuropa beschäftigt, das seit 1953 in der multinationalen Banater Hauptstadt tätig ist. Wie sich das Deutsche Staatstheater während der kommunistischen Diktatur (1953–1989) im Schatten der Zensur entwickelte und wie es nach 1990 eigene Wege in eine europäisch intendierte Professionalität suchte, wird in diesem neuen Buch dargestellt.

Artikel:

 In Temeswar gibt es seit Mitte des 18. Jahrhunderts deutschsprachiges, seit dem Ende des 18. Jahrhunderts auch serbisches, seit 1828 ungarisches und seit 1868 rumänisches Theater. Es ist eine Gepflogenheit theatergeschichtlicher Darstellungen geworden, das Nebeneinander der vier Theatereinrichtungen im gleichen Gebäude als Zeichen eines europäischen Kulturbewusstseins zu präsentieren; ehemals war dieses ein Fellner&Helmer-Gebäude, das 1920 einem Brand zum Opfer fiel und danach zum heutigen 'rumänischen' Theater umgebaut wurde. In Wirklichkeit wurde aber bloß fortgesetzt, was seit der österreichischen Ära (1718 ff.) im gesamten Banat üblich war: das Miteinander verschiedensprachiger Kulturen.

 Allerdings besteht der Unterschied zu den staatlichen Theatereinrichtungen in Rumänien nach 1945 darin, dass bis zum Zweiten Weltkrieg die Theatertätigkeit auf Initiativen regsamer Theaterprinzipale (später: Intendanten) zurückging, die ihre Ziele selbst bestimmten, während nach 1945 die staatliche Subventionierung mit einer Steuerung verbunden war.

 Obwohl das Deutsche Staatstheater zunächst Teil einer verordneten Staatskultur war, hat es bereits vor 1989 versucht, eigene Schwerpunkte zu setzen. Zwar musste das Repertoire nach ideologischen Vorgaben gestaltet werden, die für alle Theater des Landes galten, aber im Laufe der Jahrzehnte suchte man einerseits die Zensur zu überlisten, andererseits dem Publikum – jenseits der sozialistischen Massenkultur – ein Theatererlebnis zu ermöglichen, das den Publikumswünschen entsprach und in dem Unterhaltung und Rückbesinnung auf Traditionen des deutschen Theaters vorrangig blieben. Versucht wurde dies durch die Inszenierung deutscher/österreichischer Bühnenklassiker, durch den Rückgriff auf das im Banat immer sehr populäre Wiener Volkstheater (Nestroys Lumpazivagabundus wurde nach 1964 von knapp 60.000 Zuschauern gesehen), durch die Schaffung eines sogenannten 'neuen' regionalen Volksstückes und durch ein dominant musikalisches Unterhaltungsgenre von Banater Autoren.

 Es ist spannend zu erfahren, wie sich die Wiener Theatermodelle des 19. Jahrhunderts, in Zeiten der rumänischen Diktatur umfunktioniert, zu einem neuen Schauspielangebot aktivieren ließen. Dass sich nach 1990 die Kontakte zu Wiener (und österreichischen) Bühnen, Dramatikern, Regisseuren, Schauspielern und Schauspielerinnen mehrten und ein erneutes Anknüpfen an frühe Beziehungen zuließen – Temeswar, das von Franz Ignaz Castelli 1809 ein 'kleines Wien' genannt wurde, war bis 1918 Teil des abwechslungsreichen Theatersystems der Doppelmonarchie gewesen –, war eine der Chancen eines neuerdings freien Theaterlebens. Allerdings musste sich dieses neue Rezipienten suchen, weil die deutsche Minderheit Rumäniens nach 1990 zum großen Teil aussiedelte.

 Fassels Theatermonographie ist konsequent aufgebaut: Auf die Schilderung früher Theatertraditionen in Temeswar folgt die chronologisch angelegte Präsentation der Entwicklung der Institution Deutsches Theater (von 1953 bis 1956 war dieses eine Abteilung des rumänischen Staatstheaters) sowie die Darstellung der an den Spielplänen ablesbaren Zielsetzung des Deutschen Staatstheaters und seiner Präsenz in den Medien des Landes. Zugleich wird der Stellenwert des Theaters innerhalb des Kulturbetriebes der deutschen Minderheit in Rumänien (Belletristik, Musik, bildende Kunst) ermittelt. Was die einzelnen Leistungsträger (Intendanten, Regisseure, Bühnenbildner, Schauspieler und Schauspielerinnen) zum Fortgang des Theaters beigetragen haben, wie sie sich auch außerhalb der Theatermauern als Übersetzer, Schriftsteller, Journalisten, Organisatoren von künstlerischen Einzelevents betätigt und dadurch eine Rolle im mehrsprachigen Kulturbetrieb der Stadt und des Landes eingenommen haben – das Deutsche Staatstheater war von Anfang an ein Tourneetheater –, wird sehr gründlich untersucht. Die Leitung des Theaters, das bis 2003 über 2,5 Millionen Zuschauer zu seinen Darbietungen lockte, hat es im Laufe seiner Entwicklung verstanden, landesweit in Erscheinung zu treten, vor 1989 bei drei Gastspielen in der DDR wahrgenommen zu werden und nach 1990 auch in Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen und Frankreich bei Theaterfestivals und Gastspielen seine Inszenierungen zu präsentieren.

 Im vierten Teil der Darstellung werden die Wirkungsmodalitäten der Bühne analysiert, sodass ein Eindruck von der Breiten- und Tiefenwirkung der Theaterarbeit entsteht. Das Material hierzu liefern Memoiren, Theaterprogramme, die hauseigene Theaterzeitschrift Gong und Theaterkritiken aus dem In- und Ausland, einschließlich jener in rumänischer Sprache. Die Eigendarstellung und die jeweiligen Themenschwerpunkte werden hervorgehoben, sodass sich ein faszinierendes Gegeneinander von Selbst- und Fremdbestimmungen der jeweiligen Darbietungen ergibt.

 Im letzten Teil geht es darum, die Bedeutung einer deutschsprachigen Theatereinrichtung im 'Vielvölkerraum' zu untersuchen. Es wird vertieft, was schon im dritten Teil angesprochen wurde: die kontinuierliche Zusammenarbeit des Deutschen Staatstheaters mit dem Jüdischen Theater Bukarest (dessen Regisseur Maritius Sekler, ein Max Reinhardt-Schüler, hatte nicht nur Stücke der Autoren Bertolt Brecht und Friedrich Wolf, sondern vor allem das Wiener Volksstück in Temeswar wieder etabliert), mit dem rumänischen und ungarischen Theater in Temeswar sowie mit dem deutschen Theater Hermannstadt. Genau dokumentiert wird auch, wie sich Künstler dieser Einrichtungen gegenseitig stimulierten, wie sich die Einzeltheater in ihren Programmen abstimmten und inwiefern Theaterkultur Sache einer multinationalen Zusammenarbeit war. Ergänzt wird die Darstellung durch eine reichhaltige Bibliographie und durch das von Paul S. Ulrich erstellte Register, das den Zugang zu Einzelfragen erleichtert.

 Man darf hoffen, dass das Deutsche Staatstheater Temeswar Möglichkeiten findet, sich neue Zuschauerschichten zu erschließen und seine Tätigkeit erfolgreich fortzusetzen. Auch sollte die Anregung des Autors, dass man vor Ort die Tätigkeit des deutschen Theaters weiter untersuchen und begleiteten möge, ernst genommen werden. Dazu gehört auch, dass man die Rezeption dieser Tätigkeit in den ungarischsprachigen und serbischen Publikationen systematisch auswertet, da dies in Fassels Darstellung nur punktuell geschieht.

  

Veröffentlicht am 14.12.2011 (Ausgabe 2011/2)

 


  

 Betzingen. Unglaublich bunt ist die Kirchweih der Banater Schwaben, zu der am vergangenen Samstag erneut der Reutlinger Kreisverband eingeladen hatte. Es war aber auch eine internationale Veranstaltung.

Die Kirchweih in Betzingen am vergangenen Samstag war eine wahrlich bunte und internationale Veranstaltung - und das nicht nur, weil die Teilnehmer fast alle einstmals in dem heute rumänischen Banat gelebt haben. Als der Zweite Weltkrieg vorbei war, sind sie geflüchtet, ausgewandert oder vertrieben worden - etwa 500 000 Deutschstämmige lebten einst dort. Heute ist es kaum mehr ein Zehntel. All die anderen sind heute fast in der ganzen Welt verstreut. In der Reutlinger Region sind es etwa 1500. Am Samstag war auch eine Gruppe aus Brasilien da, die in einem Ort namens Entre-Rios lebt. Eine andere Besuchergruppe kam aus Rumänien, die aber als bulgarische Folkloregruppe "Palucenka" angekündigt wurde.

Zwei Tanzgruppen aus Esslingen und Singen hatten den Weg nach Betzingen auf sich genommen - allerdings offensichtlich mit großer Freude. Die Begeisterung auf allen Seiten war groß - und immer wieder der regelrecht enthusiastische Ruf "Kirchweih" zu hören. Insgesamt konnten mehr als 700 Gäste bei der diesjährigen Feier der Banater Schwaben "nach Sanktannaer Art" gezählt werden. Und dabei handelt es sich um eine Tradition, die sie aus ihrer ehemaligen Heimat mitgebracht hatten. Jedes Jahr ist eine andere deutschstämmige Ortschaft nach ihrer ganz eigenen Art für die Austragung zuständig. Dabei gilt: Je nachdem wer aus welcher Ortschaft den Kirchweih-Strauß ersteigert, darf im folgenden Jahr die Regeln bestimmen.

Während der Zug der Banater Schwaben durch Betzingens Steinachstraße hindurch flanierte, standen zahlreiche Zuschauer am Rand der Fahrbahn und freuten sich über das farbenprächtige Bild. Allerdings hatten sich auch andere Gruppen bei den Vorbeiziehenden eingereiht: So waren die Siebenbürger Sachsen aus Metzingen ebenso vertreten wie eine Gruppierung Betzinger in ihrer fast weltweit bekannten Tracht.

 

Ulmer Schachtel | Bild: picture-alliance/dpa

Nachbau einer "Ulmer Schachtel": Auf diese Art gelangten Auswanderer 1712 nach Südosteuropa.

Eine Open-Air-Ausstellung zeigt in großen Schautafeln die historische Auswanderung tausender Menschen, die sich in Ulm einschiffen ließen und ihr Glück donauabwärts suchten. "Schwaben an der Donau" ist der Titel einer weiteren Schau im Donauschwäbischen Zentralmuseum über die Folgen der Auswanderung. Beide Ausstellungen können bis September besichtigt werden.

 

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Donaufest 2012 In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Der Zungenbrecher "In Ulm, um Ulm und um Ulm herum" beschreibt ganz gut die Lage des Internationalen Donaufestes: An den Donau-Ufern in Ulm und Neu-Ulm wird zehn Tage lang kräftig gefeiert, das Bayerische Fernsehen ist live dabei.

Stand: 03.07.2012