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2016 Weihnachtsfeier
 

 

Die Geschichte (Chronik) des KV Reutlingen

 

 

Nach der Flucht und Vertreibung und vielem ertragenen Leid, aus dem Elend und der Not der Flüchtlingsbaracken sammelte man den Mut zum Neuanfang, zum Neuaufbau, zur Eingliederung in einem neuen demokratischen Deutschland.
Schon nach dem Kriegsende 1945 versuchten heimatlos gewordene Banater Schwaben die gebotenen Möglichkeiten rechtzeitig zu nutzen, aber auch schon im Jahre 1943 kamen junge Banater Schwaben mit großen Hoffnungen zur Aus- und Weiterbildung nach Reutlingen.
 
Friedrich Lutz (Sackelhausen) war einer der ersten Banater Schwaben, die nach Kriegsende im Landkreis Reutlingen die Arbeits- und Wohnmöglichkeiten auskundschaftete. Er hatte den großen Arbeitsbedarf in der Region Reutlingen gefunden und warb sowohl im Kreise seiner Verwandten als auch bei seinen „Sacklaser Landsleuten“ für den Umzug ins Schwabenland.

Mit dem Fachmann für Genossenschaftswesen Josef Komanschek (er studierte Landwirtschaft in Deutschland und wurde später Nachfolger von Wilhelm Reiter im Amt des Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Baden-Württemberg) nahm die landsmannschaftliche Arbeit ihren Anfang. Familienzusammenführung und Integration waren die Hauptsorgen der Landsleute.

Michael Schäfer aus Sackelhausen organisierte Hilfssendungen für die Bedürftigen im Banat und überredete viele Banater zum Zuzug in den Landkreis Reutlingen.

Er wurde zum Vorbild landsmannschaftlicher Arbeit. All die neu angekommenen Landsleute wirkten wieder als Werber für den Zuzug in den Kreis Reutlingen. Verwandschaftliche Bindungen zu Bewohnern anderer Gemeinden des Banats verstärkten ebenfalls den Zuzugswunsch.

Bald schon feierte man die ersten Treffen und ersten Kirchweihfeste. Zuerst ganz klein, in gemütlicher Runde spielte man auf dem Akkordeon zum Tanze auf, später wurden diese Treffen immer größer. Bis 1979 fanden die Sackelhausener Kirchweihfeste regelmäßig in der Gemeindehalle in Wannweil statt, bis diese dann 1980 zu klein wurde. Man zog in die Julius-Kemmler-Halle nach Reutlingen-Betzingen um, dann 1981 in die Festhalle nach Eningen. Seit 1982 feierten die Sacklaser in der Friedrich-List-Halle in Reutlingen und die letzten Jahre in der Wittumhalle in Rommelsbach.
 
Der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Temeschburg, Herr Dr. Waldemar A. Zawadzki, organisierte mit seinem Vorstand Heimattreffen in Eningen. Die Jahrmarkter feierten unter der Organisation von Kaspar Blasy, Franz Hovacker und Nikolaus Pannert einige Heimattreffen in Reutlingen, die dann nach Rastatt verlegt wurden. Der Kreisverband Reutlingen organisiert Busfahrten für die Landsleute zu den Heimattagen in die Patenstadt Ulm, er organisiert Studienfahrten und seit 1992 im Wechsel mit der HOG Sackelhausen die Wallfahrt nach „Ave Maria“ in Deggingen mit Chorgesangsbegleitung und der Mitgestaltung durch die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen.
 
Die Banater Landsleute kommen in verschiedenen Orten zu geselligen Kartenrunden zusammen. Seit 1979 werden kulturelle Veranstaltungen aller Art in und um Reutlingen organisiert und seit 1981 spielt wieder eine Banater Blasmusik zu den Festen. Die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen wird von Johann Frühwald geleitet. Etwa 10 Jahre besteht in Metzingen die von den Brüdern Helmut und Richard Hummel (Sackelhausen) gegründete Blaskapelle „Helmut Hummel und seine Neue Donauschwäbische Blasmusik“.